Papst Franziskus betet für die Menschen im Libanon, ruft zu Hilfe auf

Papst Franziskus bei der Ansprache zum Angelus vom Fenster des Apostolischen Palastes des Vatikans.
Foto: Vatican Media / CNA Deutsch

Beim Gebet des Angelus hat Papst Franziskus am heutigen Sonntag eine Gruppe Pilger mit libanesischer Flagge auf dem Petersplatz bemerkt. Nach Abschluss des Gebets in lateinischer Sprache wandte sich der Pontifex an diese Pilger und sagte, dass seine Gedanken seit der tödlichen Explosion in Beirut am 4. August bei ihrem Land seien.

"Die Katastrophe vom vergangenen Dienstag ruft alle – angefangen bei den Libanesen –, dazu auf, sich gemeinsam für das Gemeinwohl dieses geliebten Landes einzusetzen", sagte Franziskus.

Der Libanon habe eine besondere Identität, die aus dem Zusammentreffen verschiedener Kulturen entstanden sei und sich im Laufe der Zeit zu einem Vorbild des Zusammenlebens entwickelt habe, so der Papst.

"Natürlich ist diese Koexistenz jetzt sehr zerbrechlich, aber ich bete, dass sie mit Gottes Hilfe und der loyalen Beteiligung aller frei und stark wiedergeboren werden kann. Ich lade die Kirche im Libanon ein, den Menschen in ihrem Leid nahe zu sein, wie sie es in diesen Tagen ohnehin schon tut: mit Solidarität und Mitgefühl, mit Herzen und Händen, die zum Teilen offen sind", fuhr Franziskus fort.

"Ich erneuere auch meinen Appell an die internationale Gemeinschaft, großzügig Hilfe zu leisten. Jungfrau von Harissa, Königin des Libanon, bete für uns!"

"Und bitte, ich bitte die Bischöfe, Priester und Ordensleute des Libanon, dem Volk nahe zu bleiben und einen Lebensstil zu führen, der von evangelischer Armut geprägt ist, ohne Luxus, denn Ihr Volk leidet so sehr", sagte der Papst vom Fenster des Apostolischen Palastes.

Das könnte Sie auch interessieren: