Papst Franziskus betet für Journalisten, betont: Die Demut ist die Grundlage des Gebets

Papst Franziskus hält seine Generalaudienz am 6. Mai 2020 in der Bibliothek des Apostolischen Palastes im Vatikan.
Foto: Vatican Media

Eine neue Katechesenreihe, die sich dem Gebet widmen wird, eröffnete Papst Franziskus mit der heutigen Generalaudienz. Dabei zitierte der Pontifex mehrfach aus dem Katechismus der Katholischen Kirche. Dort stehe es zu lesen, betonte Franziskus am 6. Mai im Apostolischen Palast des Vatikans: "Die Demut ist die Grundlage des Betens".

"Das Gebet entsprießt aus der Erde, aus dem Humus, von dem sich das italienische Wort Umiltà – Demut, demütig – ableitet. Es kommt aus dem Wissen um unsere Unzulänglichkeit, aus unserer ständigen Sehnsucht nach Gott", so der Papst wörtlich.

In seiner Ansprache zur Generalaudienz, die trotz der Lockerungen der Maßnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie auch weiterhin aus dem Apostolischen Palast übertragen wird, betonte er am 6. Mai, dass jeder Mensch den Ruf des Gebets im eigenen Herzen trage.

Mehr noch: Der ganzen Schöpfung sei dieser Ruf Gottes eingeschrieben, so der Pontifex.

"Im Herzen des Menschen gibt es eine Stimme, die Gott anruft – wir alle haben diese Stimme in unserem Innern – und sich auch von den beharrlichsten Einwänden nicht zum Schweigen bringen lässt", sagte Franziskus. Diese Stimme frage nach "dem Sinn unseres irdischen Lebensweges fragt, besonders dann, wenn uns Dunkelheit umgibt".

Ein schönes Gebet sei die Bitte um Gottes Barmherzigkeit: "Jesus, hab Erbarmen mit mir! Jesus, erbarme dich meiner!"

Mit Blick auf die Worte Jesu über das Beten sowie die Gestalt des blinden Bettlers in der Bibel beschrieb Franziskus am heutigen Mittwoch das Gebet als etwas Beharrliches, das sogar "lästig" sein könne – wie der ihm sympathische Bettler Bartimäus eben, der so penetrant nach dem Messias gerufen habe, dass es andere störte, jedoch auch die Aufmerksamkeit Jesu weckte.

"Jesus sagt zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dich gerettet. Er sieht die Kraft des Glaubens, die dieser arme, hilflose und verachtete Mann besitzt und die Gottes Erbarmen und Kraft auf sich zieht. Glauben bedeutet, zwei erhobene Hände und eine Stimme zu haben, die ruft, um das Geschenk des Heils zu erflehen".

Der Papst selbst betete heute besonders für die Journalisten und anderen Informationsarbeiter in der Coronavirus-Pandemie.

Bei der Feier der heiligen Messe in der Kapelle seiner Residenz, dem Domus Sanctae Marthae, sagte der Pontifex: "Lasst uns heute für die Männer und Frauen beten, die in den Medien arbeiten, und in dieser Zeit, in der die Gefahr einer Pandemie so groß ist, ist ihre Arbeit umso wichtiger. Möge der Herr ihnen bei dieser Arbeit, immer die Wahrheit zu vermitteln, helfen."

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