Papst Franziskus: Das Böse kann nur durch Liebe und Vergebung eingedämmt werden

Papst Franziskus bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz am 24. April 2019
Foto: Lucia Ballester / CNA Deutsch
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Papst Franziskus hat die Katholiken aufgerufen, andere über Gebühr zu lieben und ihnen zu vergeben – selbst wenn es unverdient ist. Nur so könne das Böse auf der Welt wirklich eingedämmt werden.

Bei der Generalaudienz am heutigen Mittwoch auf dem Petersplatz erinnerte Papst Franziskus in seiner Katechese damit an die Worte des Vaterunsers: "Wie auch wir vergeben unseren Schuldigern", und was diese im Leben eines Christen bedeuten sollten.

"Wer viel empfängt, muss lernen, viel zu geben. So ist diese Bitte des Vaterunsers eine enge Verbindung von Gottes- und Nächstenliebe. Liebe ruft nach Liebe, Vergebung ruft nach Vergebung."

Dies sei deutlich sichtbar, fuhr Franziskus fort, wenn der heilige Matthäus direkt im Anschluss an das Vaterunser im Evangelium von der brüderlichen Vergebung schreibt.

"Jesus hebt in den menschlichen Beziehungen die Kraft der Vergebung hervor. Im Leben lässt sich nicht alles mit Gerechtigkeit lösen. Wo das Böse eingedämmt werden muss, ist einer gefordert, über Gebühr zu lieben, um eine Geschichte der Gnade neu zu beginnen. An die Stelle des Gesetzes der Vergeltung – 'Wie du mir, so ich dir' – setzt Jesus das Gesetz der Liebe: Was Gott mir getan hat, das erwidere ich dir. Wir müssen seine Vergebung weiterschenken".

Wer zu Gott betet, der lernt auch, "Danke" zu sagen, erinnerte der Papst seine Zuhörer am 24. April. Doch vergesse man das danken oft. "Wir sind Egoisten!" - so Franziskus wörtlich. Doch stehe man immer in Gottes Schuld und müsse ihn auch um Vergebung bitten.

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