Papst Franziskus ernennt Kardinal Kevin Farrell zum Leiter neuen Finanz-Kontrollorgans

Kardinal Kevin Farrell
Foto: CNA Deutsch / Daniel Ibanez

Papst Franziskus hat am Montag Kardinal Kevin Farrell zum Vorsitzenden eines Ausschusses ernannt, der interne finanzielle Entscheidungen des Vatikans kontrollieren soll, die außerhalb der neuen Rechenschaftsregeln liegen.

Die Kommission ist für die Kontrolle aller Finanztransaktionen zuständig, die vor allem aus Sicherheitsgründen nicht den neuen Antikorruptionsrichtlinien von Papst Franziskus unterliegen, die am 1. Juni eingeführt wurden und helfen sollen, den Vatikan auf den gleichen Stand zu bringen wie die internationale Anti-Korruptionsgesetzgebung.

Die Finanztransaktionen, die vom Antikorruptionsgesetz ausgenommen sind, fallen in eine von vier Kategorien: 

  • Angelegenheiten, die unter das Päpstliche Geheimnis fallen,
  • Verträge, die von einer internationalen Organisation finanziert werden, 
  • Verträge, die zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen notwendig sind,
  • Verträge, die das Amt und die persönliche Sicherheit des Papstes, des Heiligen Stuhls und der Weltkirche betreffen oder "notwendig sind, um die Mission der Kirche in der Welt zu gewährleisten und die Souveränität und Unabhängigkeit des Heiligen Stuhls oder des Staates Vatikanstadt zu garantieren". 

Diese soll nun das Kontrollorgan überprüfen.

Zusätzlich zu Kardinal Farrell, dem Präfekten des Dikasteriums für Laien, Familie und Leben, ernannte Papst Franziskus Erzbischof Filippo Iannone, Präsident des Päpstlichen Rates für Gesetzestexte, zum Sekretär der Kommission. Die weiteren ernannten Mitglieder: Bischof Nunzio Galantino, Präsident der Verwaltung des Vermögens des Heiligen Stuhls (APSA), Pater Juan Guerrero, S.J., Präfekt des Sekretariats für Wirtschaft, und Bischof Fernando Vergez Alzaga, Generalsekretär des Gouvernorats des Staates Vatikanstadt. 

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