Papst Franziskus: 'Gottes Liebe ist radikal anders'

Papst Franziskus in der Audienzhalle am 20. Februar 2019
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch
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Seine Reflektionen über das Vaterunser hat Papst Franziskus am heutigen Mittwoch bei der Generalaudienz fortgesetzt. Dabei betonte der Pontifex erneut die Rolle des Menschen im Verhältnis zu seinem Schöpfer: Die Gotteskindschaft.

Was heißt es, dass Gott unser "Vater im Himmel" ist? "Er ist nicht ein gewöhnlicher Vater", so der Papst.

"Den Vätern hier auf dieser Erde geht es wie allen Menschen. Ihre menschlichen Beziehungen haben bei allem guten Willen ihre Grenzen. Wir Menschen tun uns zuweilen schwer, unsere Liebe wach zu halten. Wir unterliegen den Versuchungen des Egoismus, der Macht und des Haben-Wollens. Gottes Liebe ist radikal anders, hat eine andere Dimension."

Seine völlige Liebe könne jeder Mensch in diesem Leben nur in unvollkommener Weise kosten, fuhr Franziskus fort. "Wir sind vor Gottes Liebe arme Bettler. Und doch brauchen wir nie an der Treue seiner Liebe zu zweifeln", betonte der Pontifex.

"Wir sind stets die Adressaten seiner Liebe. Selbst wenn wir die Erfahrung gemacht haben, dass es unsere Eltern zuweilen an Liebe fehlen ließen, dürfen wir fest vertrauen: Es gibt einen Gott im Himmel, der uns so wie keiner auf dieser Erde liebt und lieben wird. Wir alle sind Gottes geliebte Kinder, und es gibt nichts im Leben, was diese Leidenschaft für uns auszulöschen vermag."

Der Papst hatte auch einen besonderen Gruß an die Pilger deutscher Sprache:

"Kinder des Vaters im Himmel zu sein bedeutet, den Nächsten zu lieben und denen nahe zu sein, die allein und in Not sind. Um dieses Zeugnis der göttlichen Barmherzigkeit geben zu können, schenke der Herr euch und eure Familien seinen Beistand und seine Gnade!"  

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