Papst Franziskus: Kirche braucht neue "Kultur" der Berufung und Heiligkeit

Papst Franziskus verteilt Rosenkränze an Pilger auf dem Petersplatz am 4. Mai 2016.
Foto: CNA/Daniel Ibanez
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Eine frische und mutige Perspektive ist erforderlich, um der Jugend dabei zu helfen, ihre Berufung zu entdecken und prüfen: Das hat Papst Franziskus am heutigen Donnerstag gefordert. Dabei komme es vor allem auf die persönliche Heiligkeit an, und die Bereitschaft, anderen zu dienen.

Heute müsse dringend eine neue "Berufungskultur" eingeführt werden, sagte Papst Franziskus zu Teilnehmern einer von der Berufungsstelle der Italienischen Bischofskonferenz organisierten Veranstaltung, die vom 3. bis 5. Januar tagt unter dem Motto "Steh' auf, gehe und habe keine Angst. Berufung und Heiligkeit: Ich bin auf einer Mission". 

Mit Blick auf die für das Jahr 2018 avisierte Synode über Jugend, Glaube und Berufung sagte der Papst, das Thema bedürfe verstärkter Aufmerksamkeit.

Dabei gehe es um eine jugendgerechte Herangehensweise, so der Papst in seiner frei gehaltenen Ansprache. "Man muss etwas erfinden, das die Jugendlichen einbezieht, auf irgendeine Weise, so dass sie irgendwas in der Pastoral tun können. Es gibt Jugendliche, die so etwas brauchen, die sich als Kirche fühlen, wenn sie so etwas tun." 

Es geht um die stete Mission

Der Heilige Vater forderte die Teilnehmer der Konferenz auf, sich immer wieder zu sagen, "Ich bin auf Mission", nicht einfach "Ich habe eine Mission". 

Immer auf Mission zu sein "erfordert Mut, Kühnheit, Fantasie und die Sehnsucht, weiter zu gehen, über etwas hinaus zu gehen", sagte Franziskus. Ohne Angst auf die Berufung zu antworten, so der Papst weiter, sei nicht nur Motto des Treffens sondern auch Teil vieler Berufungsgeschichten, die er gehört oder erlebt habe.

Gleichzeitig betonte Franziskus, wie wichtig das Gebet um Berufungen sei. Er selber bete dafür, dass sich die Konferenz-Teilnehmer vom Heiligen Geist angespornt fühlen, "mutig neue Wege zu identifizieren, das Evangelium der Berufung zu verkünden". 

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