Papst Franziskus betet für George Floyd, Friede und Gerechtigkeit in den USA

Papst Franziskus spricht bei der Generalaudienz.
Foto: Vatican Media / CNA Deutsch

Den Rassismus, aber auch die andauernde Gewalt bei Krawallen und Protesten in den USA hat Papst Franziskus am heutign Mittwoch bei einer Übertragung aus dem Vatikan verurteilt. Und er betete um die Fürsprache Unserer Lieben Frau von Guadalupe für Frieden und Versöhnung in den USA.

"Heute schließe ich mich der Kirche in St. Paul und Minneapolis sowie in den gesamten Vereinigten Staaten an und bete für die Ruhe der Seele von George George Floyd und all der anderen, die ihr Leben als Folge der Sünde des Rassismus verloren haben", so der Papst in der Generalaudienz am 3. Juni 2020.

"Wir können keine Art von Rassismus oder Ausgrenzung tolerieren oder unsere Augen davor verschließen und den Anspruch erheben, die Heiligkeit des menschlichen Lebens zu verteidigen. Gleichzeitig müssen wir auch erkennen, dass die Gewalt der letzten Nächte selbstzerstörerisch und destruktiv ist. Mit Gewalt kann man nichts gewinnen, aber viel verlieren."

Trotz der Lockerungen der Coronavirus-Maßnahmen in Rom wurde auch diese Generalaudienz noch digital abgehalten: Der Papst hält seine ausgestrahlte Ansprache derzeit weiterhin in der Bibliothek des Apostolischen Palastes. 

"Wir beten für die Familien und trauernden Freunde, und wir beten für die nationale Versöhnung und den Frieden, nach dem wir uns alle sehnen. Unsere Liebe Frau von Guadalupe, Mutter Amerikas, halte Fürsprache für alle, die sich für Frieden und Gerechtigkeit in ihrem Land und in der Welt einsetzen."

In den Vereinigten Staaten sind nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in Polizeigewahrsam landesweit Unruhen ausgebrochen, bei der es zu Plünderungen und gewalttätigen Angriffen durch Aktivisten gekommen ist.

Die US-amerikanischen Bischöfe haben zu friedlichen Protesten aufgerufen und ebenfalls wiederholt alle Formen von Rassismus deutlich verurteilt. Gleichzeitig wurden mehrere Kirchen, darunter Kathedralen, ebenfalls angegriffen.

Tod und Gewalt

Auslöser war ein im Internet verbreitetes Video, das offenbar einen Akt von tödlicher Polizei-Brutalität zeigte.

Ein fristlos entlassener Polizeibeamter, der in einem Video zu sehen ist, wie er minutenlang im Nacken des Festgenommenen kniete, muss sich nun für sein offenbar tödliches Verhalten vor Gericht verantworten. Drei weitere Beamte, die zugegen waren, aber nicht einschritten, wurden ebenso fristlos entlassen.

Die Regierung Trump erwägt indessen, wie bereits frühere Regierungen bei ähnlichen Krawallen in den 1990er Jahren, einen Militäreinsatz zu erlauben um gewalttätige Proteste zu unterbinden.

Courtney Mares trug zur Berichterstattung bei.

Das könnte Sie auch interessieren: 

;

;