Papst wiederholt sein klares "Nein" zur Frauenordination

Papst Franziskus beantwortet Journalistenfragen auf dem Rückflug von Schweden an Allerheiligen, 1. November 2016.
Foto: National Catholic Register/Edward Pentin
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Papst Franziskus hat auf dem Rückflug von seiner Reise nach Schweden im Rahmen einer "fliegenden Pressekonferenz" wieder Fragen von Journalisten beantwortet.

Dabei wiederholte der Heilige Vater erneut, dass die Frage nach einer Weihe von Frauen längst verbindlich entschieden sei – und die Rolle der Frau in der Kirche eine andere, nicht weniger wichtige.

"Was die Weihe von Frauen in der Katholischen Kirche betrifft, ist das letzte Wort klar gefallen. Der heilige Papst Johannes Paul II. hat es gesprochen, und so bleibt es", sagte Franziskus.

Der Papst war auf der Heimreise von seinem Besuch des Reformationsgedenkens, das gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund begangen wurde. Franziskus hatte zusammen mit Vertretern der evangelischen Kirche gebetet und Gespräche geführt, darunter mit der ersten Erzbischöfin des Landes, Antje Jackelén. Die 1955 im deutschen Herdecke als Antje Zöllner geborene zweifache Mutter ist seit 2014 Oberhaupt der Schwedischen Kirche.

Im Flugzeug hatte die schwedische Journalistin Kristina Kappelin darauf verwiesen, dass eine Frau die Schwedische Kirche leite und den Papst gefragt:  "Was meinen Sie: Ist es realistisch, in den kommenden Jahrzehnten auch an weibliche Priester in der Katholischen Kirche zu denken? Und wenn nicht, warum haben katholische Priester Angst vor Konkurrenz?"

Der Papst antwortete:

"Als ich ein wenig die Geschichte der Gegend studierte, in der wir waren, sah ich, dass es eine Königin gab, die dreimal verwitwet wurde. Und ich sagte: Diese Frau ist aber stark, und sie sagten mir: Schwedische Frauen sind sehr stark, sehr gut. Und aus diesem Grund würden manche schwedische Männer Frauen anderer Nationalität suchen...Ich weiß nicht, ob das stimmt...Was die Weihe von Frauen in der Katholischen Kirche betrifft, ist das letzte Wort klar gefallen. Der heilige Papst Johannes Paul II. hat es gesprochen, und so bleibt es. Was die Konkurrenz betrifft, das weiß ich nicht…."

Auf eine kurze Nachfrage von Kristina Kappelin sagte der Papst weiter:

"Aber Frauen können so viele Dinge besser als Männer, selbst im Bereich der Dogmatik: Zu erklären, vielleicht Klarheit zu schaffen, nicht nur mit Verweis auf ein Dokument. In der Katholischen Ekklesiologie gibt es zwei Dimensionen zu bedenken. Die Petrinische Dimension, die vom Apostel Petrus kommt, sowie die Marianische Dimension, welche die weibliche Dimension der Kirche ist, und das habe ich schon mehrfach gesagt. Ich frage mich: Wer ist am wichtigsten in der Theologie und dem Mysterium der Kirche: Die Apostel oder Maria am Pfingsttag? Es ist Maria! ...es ist 'la Chiesa' und die Kirche ist die Braut Christi. Es ist ein Brautmysterium. Und im Licht dieses Mysteriums verstehst Du den Grund für diese beiden Dimensionen. Die Petrinische Dimension, welche die Bischöfe sind, und die Marianische Dimension, welche die Mutterschaft der Kirche ist...aber im produndesten Sinn. Kirche existiert nicht ohne eine weibliche Dimension, denn sie ist selbst weiblich."

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