Papst Franziskus würdigt Jean Varnier als Mann, der sich für das Leben einsetzte

Papst Franziskus und Jean Vanier
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch // Gabriel Sozzi / Wikimedia (CC BY-SA 3.0)
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Auf seiner Rückreise aus Nordmazedonien hat Papst Franziskus den Gründer der "Arche", Jean Vanier, als "großen Zeugen" des Glaubens gewürdigt. Auch und gerade für ungeborene Kinder, denen eine Abtreibung wegen ihrer Behinderung droht, habe er sich eingesetzt. 

Vanier war im Alter von 90 Jahren in den frühen Morgenstunden am heutigen Dienstag in Paris gestorben.

Er habe Vanier vor etwa einer Woche angerufen, um mit ihm vor seinem Tod noch einmal zu sprechen, sagte Papst Franziskus auf der "fliegenden Pressekonferenz" gegenüber Journalisten. Der Gründer der Arche habe zwar selber nichts mehr sagen können, ihm aber zugehört, so der Pontifex.

"Ich möchte meine Dankbarkeit für dieses Zeugnis zum Ausdruck bringen", sagte Franziskus und nannte Vanier "einen Mann, der die christliche Wirksamkeit des Geheimnisses des Todes, des Kreuzes, der Krankheit, des Geheimnisses derer, die von der Welt missachtet und verworfen werden, zu lesen wusste".

Er habe sich nicht nur für "die Geringsten unter uns" eingesetzt, fuhr Franziskus fort, sondern auch für diejenigen, bereits vor ihrer Geburt oft "zum Tode verurteilt werden": Eine klare Anspielung darauf, dass viele Kinder mit Behinderungen abgetrieben werden, sobald ihre Behinderung festgestellt wird.

Vanier, 1928 in Genf als Sohn kanadischer Eltern geboren, war ein Theologe und Philosoph, der Gemeinschaften gründete - L'Arche - in denen Menschen mit und ohne geistige Behinderung in christlicher Weise zusammenleben. In Deutschland existieren drei Arche-Gemeinschaften: In  Tecklenburg, Ravensburg und Landsberg am Lech. Weltweit gibt es über 135 Archen in 30 Ländern auf allen fünf Kontinenten. 

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