Papst Franziskus bestürzt über Flutkatastrophe in Deutschland

Papst Franziskus bekreuzigt sich zum Gebet bei der Generalaudienz am 18.April 2018
Foto: Daniel Ibanez / CNA Deutsch

Papst Franziskus hat sich zu den katastrophalen Überschwemmungen in Deutschland in einem Telegramm an den Bundespräsidenten geäußert. 

"Mit großer Betroffenheit hat Papst Franziskus von den schweren Unwettern und Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Kenntnis erhalten", so Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in einem Telegramm an Frank-Walter Steinmeier.

Der Papst gedenke "der ums Leben gekommenen Menschen im Gebet und bekundet den Angehörigen seine tief empfundene Anteilnahme. Er betet besonders für die zahlreichen Vermissten, für die Verletzten und für alle, die zu Schaden gekommen sind oder durch die Naturgewalten ihre Lebensgrundlage verloren haben."

Ihnen sowie den Einsatzkräften und Helfern versichere Papst Franziskus seine geistliche Nähe und erbitte allen Gottes Schutz und Beistand, so das Telegramm weiter.

In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz laufen nach den schweren Unwettern weiter die Rettungs- und Bergungseinsätze, berichtete die "Tagesschau". Etwa 50 Todesopfer wurden nach Angaben der Behörden bislang geborgen. Zahlreiche Menschen gelten noch als vermisst. In beiden Bundesländern waren Rettungskräfte und Freiwillige im Einsatz, darunter der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks (THW).

Auch in Belgien kamen mindestens vier Menschen bei den Überschwemmungen ums Leben. Zahlreiche Menschen in betroffenen Gebieten in beiden Ländern wurden evakuiert.

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die sich derzeit in den USA aufhält, zeigte sich erschüttert über die Überschwemmungen gezeigt. In einer Stellungnahme auf ihrem Auslandsbesuch dankte die Politikerin den Helfern und sprach den Betroffenen ihr Beileid aus. Der Bund werde tun, was nötig sei, um zu helfen.

Auch der Limburger Bischof Georg Bätzing äußerte sich am heutigen Donnerstag bestürzt über das "Ausmaß der schweren Unwetter am gestrigen Tag". 

"Bisher haben mehr als 40 Menschen ihr Leben verloren. Wasser ist Leben. Hier ist Wasser der Tod. Meine Gedanken sind bei den Verstorbenen, ihren Angehörigen, allen Verletzten und Opfern der Überflutungen. Viele Menschen werden noch vermisst – ich hoffe inständig, dass sie unverletzt gefunden werden, und dass alle, die in Not sind, die ihr Hab und Gut oder ihr Dach über dem Kopf verloren haben, Trost, Hoffnung und Hilfe erfahren".

Der amtierende Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz weiter: "Mein herzlicher Dank und meine ganze Hochachtung gilt allen, die seit gestern unermüdlich und selbstlos Hilfe leisten und dabei oft selbst ihr Leben riskieren: den Rettungskräften, der Feuerwehr, der Polizei und allen Menschen, die helfen und anderen zur Seite stehen."

In beiden Bundesländern waren unzählige Rettungskräfte und Freiwillige im Einsatz, um den Betroffenen zu helfen, darunter auch Kräfte der Bundeswehr und des Technischen Hilfswerks (THW). Rettungshubschrauber aus Baden-Württemberg, Bayern und Hessen sowie der Bundeswehr unterstützen die Arbeiten.

Diese Meldung wird laufend aktualisiert.