Priester beim March for Life: 'Meine Mutter wurde aufgefordert, mich abzutreiben'

Demonstranten beim 45. Marsch für das Leben in Washington
Foto: CNA / Jonah McKeown
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Vor 18.000 Jugendlichen und Erwachsenen hat Pfarrer Martino Choi von der Entscheidung seiner Mutter gepredigt, ihn nicht abzutreiben. Der Priester sprach bei der Messe für das Leben am Freitagmorgen Ortszeit in der "Capital One Arena" in Washington, D.C.

"Ich kenne eine Frau, die bei einer Ultraschalluntersuchung von den Ärzten erfahren hat, dass sich die Organe des Kindes nicht richtig entwickelten", sagte er. "Das Kind würde wahrscheinlich nur ein Jahr alt werden, so die Ärzte, und sie empfahlen Abtreibung".

"Diese Frau ist meine Mutter, und ich bin dieses Kind".

Choi ist Pfarrer in der Pfarrei St. Patricks in Rockville, Maryland. Er erzählte den versammelten Katholiken, wie die Ärzte seiner Mutter sagten, dass eine Abtreibung ihn und sie vor unnötiges Leiden ersparen würde. Er fuhr fort: "Der Teufel versteht, das Böse mit einer Lüge so zu verkleiden, dass es aussieht, als wäre der Tod irgendwie besser als das Leben ... aber der Tod ist niemals besser als das Leben."

Der junge Priester erzählte auch Geschichten aus seiner Pfarrei, wo er Eltern beraten hat, die ein Kind nach nur wenigen Monaten oder Tagen nach seiner Geburt verloren haben.

"Nicht eine dieser Familien kommt zu mir und sagt: 'Wissen Sie, Herr Pfarrer, wir wünschten, wir hätten dieses Kind nicht gehabt. Wir wünschten, wir hätten das nicht erleiden müssen.' Keiner einziger sagt das. Sie alle sagen: 'Gott sei Dank, dass wir dieses Kind lieben, auch wenn es nur für ein paar Tage war'."

Der Priester weiter: "Eine Familie, deren Kind das Krankenhaus nie verlassen hat, sagte, dass ihr Sohn ihnen in seinen drei Lebensmonaten die Tiefen der Liebe und des Mutes beigebracht habe, die sie vor seiner Geburt nicht hätten verstehen können".

Die Beispiele der Predigt fanden Nachhall bei den Jugendlichen der Mass for Life, die aus Diözesen in den USA und international kamen.

"Ich fand es wirklich toll", sagte Kelly Lambers, eine Gymnasiastin aus der Erzdiözese Cincinnati gegenüber CNA. "Seine Mutter gab ihn nicht auf, obwohl sie wusste, dass er nicht sehr lange leben würde, aber jetzt schau ihn an; er ist ein Priester! "

Lambers reiste mit ihren Klassenkameraden von der Mother of Mercy High School neun Stunden mit dem Bus, um an der Kundgebung und dem March for Life teilzunehmen. Sie sagte, sie sei besonders stolz auf die Schilder ihrer Freunde, die lauten: "Pro-Life is Pro-Women": Wer für das Leben ist, ist für die Frau.

Tajil Baptiste, ein junger Mann von den amerikanischen Jungferninseln, schilderte, warum er und seine Freunde für den Marsch für das Leben nach Washington reisten: "Es ist ein religiöses Ereignis für uns, so weit von einer kleinen Insel wegzureisen, aber die Botschaft, die wir zurück in unsere Gemeinschaft und unsere Kirche ibringen werden ist:

"Lasst uns für das Leben sein, lasst uns die Welt verändern."

Laut der Erzdiözese Washington konzelebrierten fast 200 Priester, 20 Bischöfe und drei Kardinäle, bei der Jugendmesse. Kardinal Donald Wuerl aus Washington war der Hauptzelebrant.

"Wir sind hier versammelt, um den Wert, den Wert und die Würde allen menschlichen Lebens zu verkünden", sagte Kardinal Wuerl der Menge vor der Messe.

Der Apostolische Nuntius in den USA, Erzbischof Christophe Pierre, teilte eine Botschaft von Papst Franziskus mit den Jugendlichen und lud dazu ein, den Heiligen Vater auf Twitter und Instagram für das Leben mit dem Hashtag #iStand4Life zu ehren.

Nach der Messe für das Leben gingen die Jugendgruppen von der Capital One Arena zur March für das Leben am National Mall, an dem eine halbe Million Menschen gegen Abtreibung ungeborener Kinder marschierten.

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