Rücktritt von US-Bischof wegen Handhabung von Missbrauchsfällen

Bischof Michael Hoeppner
Foto: CNA Deutsch Archivbild

Papst Franziskus hat den Rücktritt von Bischof Michael Hoeppner von Crookston, Minnesota, angenommen. Hoeppner stand im Mittelpunkt zweier kirchlicher Untersuchungsverfahren: Er stand beschuldigt, Fälle von Priestern, die sexuellen Fehlverhaltens bezichtigt worden waren, nicht korrekt gehandhabt zu haben.

Das berichtet die "Catholic News Agency", die englischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch.  

Hoeppner (71) war der erste Bischof in den Vereinigten Staaten, dessen Verhalten durch Vos estis Lux Mundi – das von Papst Franziskus im vergangenen Jahr eingeführte Verfahren – untersucht worden ist. Er darf während der neuen Ermittlungen keine Fälle von sexuellem Missbrauch in seiner Diözese beaufsichtigen.

Der Bischof soll – unter anderem – ein mutmaßliches Opfer unter Druck gesetzt haben, seine Missbrauchsvorwürfe gegen einen Priester fallen zu lassen.

Papst Franziskus ernannte heute Bischof Richard Edmund Pates, emeritierter Bischof von Des Moines, Iowa zum Apostolischer Administrator. Er wird das sedisvakante Bistum leiten, bis ein neuer Bischof ernannt wird.

Erzbischof Bernard A. Hebda von der Erzdiözese St. Paul und Minneapolis war von der Bischofskongregation beauftragt worden, Vertuschungsvorwürfe gegen Hoeppner zu prüfen. Hebda hatte eine erste Untersuchung zum Fall geleitet und Ende Oktober 2019 dessen Ergebnisse und Empfehlungen an die Bischofskongregation in Rom weitergeleitet.

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