Schutz vor Missbrauch: Australiens Bischöfe und Orden gründen gemeinsame nationale Agentur

Blick auf Sydney, Hauptstadt von Neusüdwales (Australien).
Foto: Irina Sokolovskaya/Shutterstock

Für den Schutz von Kindern vor sexuellem Missbrauch durch Kleriker haben die katholischen Bischöfe Australiens und zwei weitere katholische Institutionen am Donnerstag eine neue Agentur gegründet, die Australian Catholic Safeguarding Limited (ACSL).

Die Gründung erfolgt drei Jahre nach der Veröffentlichung des Berichts der Royal Commission über sexuellen Kindesmissbrauch in den Institutionen des Landes. Die neue Agentur wurde von der australischen katholischen Bischofskonferenz, dem Ordensverband Catholic Religious Australia (CRA) sowie der Association of Ministerial PJPs ("Public Juridic Persons") gegründet.

"Wir haben erkannt, was gut funktionierte und was geändert werden musste, und wir sind überzeugt, dass diese neue nationale Agentur die Arbeit der Kirche koordinierter und verantwortlicher machen wird - und am besten darauf vorbereitet ist, die Sicherheit von Personen im katholischen Umfeld zu gewährleisten", sagte der Präsident der CRA, Frater Peter Carroll FMS, in einer Erklärung am 3. Dezember anlässlich des Startschusses des Reform-Projekts.

Die "Catholic News Agency", die englischsprachige Partner-Agentur von CNA Deutsch, berichtet, dass die meisten Empfehlungen der Royal Commission von der Kirche begrüßt wurden.

Erzbischof Mark Coleridge, der Vorsitzende der australischen katholischen Bischofskonferenz, sagte, dass die Schutzbehörde nach einem umfassenden Konsultationsprozess mit Menschen innerhalb und außerhalb der Kirche, darunter auch Missbrauchsopfer und ihre Anwälte, eingerichtet wurde.

Die Einrichtung der ACSL ist eine von vielen Reformen, die von der Kirche in Australien nach der Veröffentlichung des Berichts der Königlichen Kommission durchgeführt wurden, in dem schwerwiegende Mängel beim Schutz von Kindern vor Missbrauch in der katholischen Kirche und anderen Institutionen festgestellt wurden.

Zu den weiteren Änderungen gehören ein Programm zur Entschädigung der Opfer und die Verpflichtung der Geistlichen und Ordensleute, Missbrauchsvorwürfe sofort zu melden.

"Australian Catholic Safeguarding Limited wird auf der starken Arbeit der früheren Gremien aufbauen – auch bei der Forderung nach Rechenschaftspflicht der katholischen Einrichtungen – und bei der Forderung nach unabhängigen Audits und Überprüfungen der Einhaltung der National Catholic Safeguarding Standards", sagte Coleridge.

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