Feierlicher Abschied von Ruth Pfau: Staatsbegräbnis für eine deutsche Ordensfrau

Dr. Ruth Pfau
Foto: Flickr / Maik Meid (CC BY-ND 2.0)

Feierlicher Abschied von der 'Mutter Teresa Pakistans': Mit großer Anteilnahme wurde die deutsche Ordensfrau und Ärztin Ruth Pfau nun beerdigt – mit einem großen Staatsbegräbnis in der Kathedrale des heiligen Patrick in Karatschi.  

Staatspräsident Mamnoon Hussain erklärte in seiner Trauerbotschaft, Pfaus Tod sei ein großer Verlust für das Land. Das pakistanische Außenministerium würdigte Pfau in einer Erklärung als "Nationalheldin".

Ruth Katharina Martha Pfau, geboren 1929 in Leipizig, war eine Konvertitin, die sich 1951 taufen ließ. Die Ärztin war seit 1957 eine Schwester im Orden der Töchter vom Herzen Mariä, und lebte seit 1960 in Karatschi, wo sie das Marie-Adelaide-Lepra-Krankenhaus (MALC) gründete. 

Mehr als 50.000 Menschen wurden in Pakistan dank Dr. Ruth Pfau von Lepra geheilt. Dafür wurde sie nicht nur "Mutter der Leprakranken" genannt. Sie erhielt auch bereits zu Lebzeiten viele Ehrungen und Anerkennung. 

In Leipzig trägt seit 2010 das Berufliche Schulzentrum für Gesundheit ihren Namen.

Ihre Ewige Profess hatte die Ordensfrau erst vor wenigen Wochen, am 30. Mai 2017, abgelegt, entsprechend der Regel ihres Ordens, der seine Mitglieder dazu erst zulässt, wenn diese keine beruflichen Verpflichtungen mehr haben.

Auf dem christlichen Friedhof von Karatschi wurde sie nun begraben.

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