Tück: "Heilsame Desillusionierung" der Forderung nach Weihe von Frauen zu Priestern

Priesterweihe der Petrusbruderschaft mit Bischof Vitus Huonder
Foto: Markus Rainer / Petrusbruderschaft

Der Wiener Dogmatikprofessor Jan-Heiner Tück hat für eine "heilsame Desillusionierung" plädiert, was die – trotz zahlloser Erklärungen und begründeter Absagen – immer wieder neu gestellte Forderung einer Weihe von Frauen zu katholischen Priestern betrifft.

In der "Herder Korrespondenz" (Januar-Ausgabe) schreibt Tück, die Frage sei "aus Sicht des römischen Lehramts für die ganze Kirche bereits entschieden". Die Einführung der Frauenweihe sei mit Blick auf die Kirchen des Ostens "mit ökumenischen Problemen belastet" und besäße "nicht geringes schismatisches Potenzial in der katholischen Kirche selbst".

Tück verweist darauf, dass sich die Inkarnation (Fleischwerdung) des Wortes Gottes "konkret im Mann und Juden Jesus von Nazareth" ereignet habe. Darum sei die "sakramentale Repräsentation Christi durch männliche Priester" in der Messfeier "angemessen".

Die Debatte sei "letztlich ein Konflikt zweier Denkformen". Der "Logik funktionaler Gleichstellung" stellt der Theologie die "Logik sakramentaler Repräsentation" gegenüber, die "für das Selbstverständnis der katholischen Kirche leitend" sei.

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