Vatikan ordnet Visitation aller Priesterseminare in Spanien an

Priester (Referenzbild)
Foto: Senlay via Pixabay

Die spanische Bischofskonferenz (CEE) hat bestätigt, dass die von Papst Franziskus angeordnete Visitation aller Priesterseminare in den Monaten Januar und Februar 2023 stattfindet und vom Dikasterium für den Klerus durchgeführt wird.

Die Regenten und Ausbilder der großen spanischen Priesterseminare haben an diesem Wochenende ihr jährliches Treffen abgehalten. Darin hatten sie die Gelegenheit, den Sekretär des Dikasteriums für den Klerus, Andrés Ferrada Moreira, zu dieser Visitation zu befragen.

Nach Angaben der CEE besteht das Ziel der Visitation darin, festzustellen, ob die Anweisungen des Dokuments "Das Geschenk der Berufung zum Priestertum", auch bekannt als "Ratio Fundamentalis Institutionis Sacerdotalis", umgesetzt werden.

Das Dokument, das 2016 vom Dikasterium für den Klerus veröffentlicht wurde, ersetzt das Dokument aus dem Jahr 1985 unter Papst Johannes Paul II.

Im Mittelpunkt steht die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Ausbildung, die vier Dimensionen umfasst: die menschliche, die geistliche, die intellektuelle und die pastorale. Dies hat Papst Franziskus seither bei zahlreichen Gelegenheiten bekräftigt.

Im akademischen Jahr 2021/2022 gibt es in den spanischen Priesterseminaren etwas mehr als 1000 Kandidaten – etwa 200 weniger als vor vier Jahren, obwohl die Zahl der jährlichen Neuzugänge mit über 200 stabil bleibt.

Insgesamt wurden in den letzten vier Jahren in Spanien etwa 500 Priester geweiht. Somit haben die 70 Diözesen nach Angaben der CEE etwas mehr als 16.500 Priester.

Übersetzt und redigiert aus dem Original von ACI Prensa, der spanischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

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