Verstorbener deutscher Nuntius Erwin Josef Ender wollte „das Werk Gottes“ tun

Apostolische Nuntiatur in Berlin
Achim Raschka / Wikimedia Commons (CC-BY-SA-4.0)

Der einstige Apostolische Nuntius für Deutschland, Erzbischof Erwin Josef Ender, ist am Samstag in Münster beerdigt worden. Er war am 19. Dezember 2022 im Alter von 85 Jahren gestorben.

Bischof Felix Genn von Münster sagte in seiner Predigt, das „Lebensziel“ des Vatikandiplomatien sei gewesen, „das Werk Gottes zu tun, Gott in seinem Leben wirken zu lassen“. Ender habe sich stets als Werkzeug Christi verstanden und habe seinen Antrieb, „Menschen für Christus zu gewinnen“, bis zum Ende lebendig gehalten.

„Die Spannung, die dadurch entsteht, dass Christus für alle Menschen gestorben ist, dass es aber viele gibt, die ihm nicht folgen, und was das für den je Einzelnen bedeutet, hat Erzbischof Ender sein Leben lang beschäftigt“, so Genn außerdem.

Geboren im Jahr 1937 im heutigen Polen – der Ort Steingrund im Landkreis Habelschwerdt gehörte damals zu Niederschlesien – wurde Ender mit seiner Familie gegen Ende des Zweiten Weltkriegs vertrieben und lebte im Bistum Münster. 1965 wurde er in Rom zum Priester geweiht. Fünf Jahre später erfolgte seine Promotion ebenfalls in Rom.

Seither war Ender im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls im Einsatz. 1990 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof geweiht. Dann leitete Ender eine Reihe von Nuntiaturen, zunächst in Afrika, von 1997 bis 2001 in Litauen, Lettland und Estland. Von 2001 bis 2003 war er als Nuntius im tschechischen Prag. Seine letzte Station vor dem Rücktritt 2007 war Berlin.

„Deutscher Nuntius in Deutschland zu sein, war ihm eine Ehre, die er gerne und mit Liebe ausgefüllt hat“, ließ Bischof Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), bei der Beerdigung durch Genn ausrichten.

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