Vom hohen Norden bis in den tiefen Süden: Tag der offenen Klöster

Einen besonderen Blick hinter Klostermauern und auf das Leben von Ordensgemeinschaften kann man an diesem Samstag werfen

Kloster Speinshart in Bayern nimmt am Tag der Offenen Klöster teil.
Foto: Wikimedia / Joshuashearn (CC BY-SA 3.0)
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Wer geht nicht gern einmal ins Kloster? Katholiken kommen, um die Sakramente zu erhalten und am Glaubensleben teilzuhaben. Viele Besucher kommen zum Gebet, zu Entspannung - und natürlich in den Klosterladen und die Klosterwirtschaft; Pilger machen eine Wallfahrt; Ruhesuchende nehmen Auszeiten oder gleich an Exerzitien teil. Und, wie seit Jahrhunderten, finden viele Christen hier ihre Berufung fürs Leben.

Wer selber noch nicht einen Blick hinein in diese so vielfältigen Zentren des Gebets und Geschichte, der Kultur und Kontemplation geworfen hat, kann dies am kommenden Samstag in ganz Deutschland tun: Am 21. April findet zum zweiten Mal ein bundesweiter "Tag der offenen Klöster" statt. Über 230 Klöster und Ordensniederlassungen öffnen ihre Pforten und Türen für Neugierige und Interessierte. 

Der Prämonstratenser-Abt Hermann-Josef Kugler, Vorsitzender der Deutschen Ordensobernkonferen, freut sich auf das Ereignis:

"Immer mehr Menschen sind auf der Suche nach geistlicher Begleitung, suchen Orte, um zur Ruhe zu kommen oder teilen die Faszination am kulturellen Erbe der Orden. So wollen wir am 'Tag der offenen Klöster' einladen, unser Leben kennenzulernen und sich selber ein Bild zu machen, wie Leben im Kloster im 21. Jahrhundert aussieht."

Organisiert wird der "Tag der offenen Klöster" durch die Deutsche Ordensobernkonferenz in Zusammenarbeit mit den Klöstern und Ordensgemeinschaften, die sich daran beteiligen. 

Der in der Deutschen Bischofskonferenz für die Ordensgemeinschaften zuständige Bischof Felix Genn von Münster betonte, der Tag zeige, dass die Ordensgemeinschaften offen seien "für alle Menschen - vor allem die Suchenden und Fragenden".

Angebot und Programm sind von Kloster zu Kloster unterschiedlich. Sowohl klassische, große Benediktinerabteien als auch kleine Gemeinschaften in Großstädten stehen Besuchern offen.Überall geht es darum, Ordensmitglieder kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Neben dem gemeinsamen Gebet gibt es Führungen und Rundgänge in Kloster- und Wirtschaftsgebäuden, mancherorts veranstaltet man Konzerte und Vorträge, Filmvorführungen oder Ausstellungen.

In Bayern sind es rund 80 Klöster, die teilnehmen; 50 Klöster sind es in Nordrhein-Westfalen; 26 in Baden-Württemberg. Das Benediktinerkloster Nütschau ist das nördlichste deutsche Kloster, das den Besuchern Einblicke ermöglicht. 

Weitere Informationen:  www.tag-der-offenen-kloester.de

Dort sind auch die Standorte auf einer Landkarte und eine Reihe von Videos zum Thema zu sehen.

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