Wie die #MeToo Kampagne auch Opfer religiöser Gewalt thematisieren kann

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Foto: Abel Halasz/Shutterstock
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In der neuen Ausgabe des Magazins "Vanity Fair" bekommt die weltweite #MeToo-Bewegung eine neue Dimension: Frauen, die aufgrund ihres Glaubens Verfolgung, Vergewaltigung und Gewalt erlitten haben, rücken endlich ins Rampenlicht.

Drei dieser Frauen - Rebecca Bitrus, eine Christin aus Nigeria, Dalal, eine Jesidin aus dem Irak, und Schwester Meena, eine Nonne aus Indien - sind in der im Magazin geschalteten Anzeige zu sehen, die zumindest einen Blick auf die Schrecken wirft, die sie erlitten haben.

"Sie vergewaltigten mich, hielten mich zwei Jahre gefangen, töteten einen meiner Söhne und verkauften mich als Sklaven." Das sind die Worte von Rebecca, die in der Anzeige ein Schild mit dem berühmten #MeToo-Hashtag trägt.

"Mit 17 Jahren wurde ich entführt und in neun Monaten als Sexsklave an neun verschiedene Männer verkauft. ISIS hat immer noch meine Mutter und meine Schwester als Gefangene." Das ist der 21-jährigen Dalal angetan worden, die ein Schild mit der Aufschrift #NotJustYou hält.

"Sie vergewaltigten mich und schlugen mich, sie zwangen mich, fünf Kilometer lang nackt zu gehen, während die Menge mich weiter schlug." Dies ist die Geschichte von Sr. Meena, einer indischen Nonne, die von hinduistischen Extremisten vergewaltigt wurde und ein Schild mit der Aufschrift #StopIndifference hält.

Gesponsert von der internationalen päpstlichen Hilfsorganisation Kirche in Not (ACN), wurde die Anzeige am 6. Juni in der wöchentlichen italienischen Ausgabe der Zeitschrift Vanity Fair veröffentlicht, die eine der erfolgreichsten Frauenzeitschriften in Italien ist und sich stark für die #MeToo-Bewegung engagiert hat.

Auch die deutschsprachigen Sektionen von Kirche in Not hat sich des Themas angenommen. So dokumentierte das Hilfswerk unter anderem in einem Video, wie Islamisten in Ägypten christliche Mädchen entführen: 

Übersetzt und redigiert aus dem englischen Original.

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