Wolldecken und Sitzkissen: Bischof Fürst fordert Gemeinden auf, Energie zu sparen

Bischof Gebhard Fürst
Foto: Bistum Rottenburg-Stuttgart

Bischof Gebhard Fürst hat die Gemeinden in seinem Bistum Rottenburg-Stuttgart dazu aufgerufen, Energie zu sparen uns sich auf die kältere und dunklere Jahreszeit vorzubereiten.

In Kirchen solle eine Mindesttemperatur von fünf Grad zum Schutz von Orgeln und anderem Kircheninventar herrschen. Die Nutztemperatur indes solle bei maximal 13 Grad liegen. Für Messbesucher sollen Wolldecken und Sitzkissen zur Verfügung stehen, um sich warm zu halten.

"Für uns als Kirche ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wir uns solidarisch in die gesamtgesellschaftlichen Bemühungen einbringen, Energie einzusparen, um die Versorgung von zentralen Bereichen der kritischen Infrastruktur mit Gas und anderer Energie zu gewährleisten", betonte Fürst in einem Brief.

Man stehe derzeit vor der Herausforderung, viele Kirchengebäude im Herbst und Winter nicht oder kaum beheizen zu können.

Die Bundesregierung kann mit ihrer Energiepolitik besonders nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine zumindest derzeit nicht garantieren, dass genug Gas zum Heizen – oder auch für Warmwasser – bis ins nächste Frühjahr hinein vorhanden ist. Verbraucher melden teilweise schon jetzt massive Erhöhungen bei den Energiekosten, darunter auch Strom.

Bischof Fürst zeigte sich vor diesem Hintergrund überzeugt: "Als einfach umzusetzende Sofortmaßnahme trägt die dauerhafte Senkung der Heiztemperatur in den Kirchen, Gemeindehäusern und Verwaltungsgebäuden auch zur Entlastung der Energiekosten und zum Klimaschutz bei."

Der Bischof erklärte, es sei wichtig, dass in den Kirchen auch im Winter Gottesdienste gefeiert werden könnten. In Einzelfällen könne man aber auch in Gemeindesälen zusammenkommen bzw. kürzere Gottesdienste feiern wie es etwa im Zuge der Corona-Einschränkungen der Fall war.

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