ZdK-Vize Söding: Bischöfe sollten bei "Synodalem Weg" nicht auf Stimmrecht verzichten

Thomas Söding
Foto: screenshot / YouTube / Zentralkomitee der deutschen Katholiken

Der Vizepräsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Thomas Söding, hat sich gegen den Vorschlag des emeritierten Theologieprofessors Hermann Härig ausgesprochen, wonach die Bischöfe beim "Synodalen Weg" auf ihr Stimmrecht verzichten sollten.

"Bischöfe müssen Farbe bekennen", schrieb der Bibelwissenschaftler Söding, der in Bochum Neues Testament lehrt, am Sonntag auf Twitter. "Wenn sie nicht mitstimmen, geht das nicht. Sie haben eine besondere Verantwortung. Die Gläubigen wollen sehen, wo die Bischöfe stehen und wofür sie sich einsetzen."

Es sei "gut, wie viele sich am Synodalen Weg beteiligen: mit beraten und entscheiden", so der ZdK-Funktionär wörtlich.

Häring hatte am Samstag mit Blick auf die Bischöfe bei dem kontroversen deutschen Veranstaltung geschrieben: "Im Gegenteil wäre es angemessen, wenn sie bei den anstehenden Fragen ihre Abstimmungsrechte überhaupt ruhen ließen, denn keinem Angeklagten steht es zu, einen Urteilsspruch über sich selbst mitzugestalten oder gar zu verhindern."

Die Satzung des umstrittenen "Synodalen Wegs" fordert derzeit für Beschlüsse nicht nur eine "Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder", sondern gleichzeitig auch "eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz".

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