Bischof Kohlgraf für Klimaschutz aus „Liebe zur Schöpfung“, nicht aus Angst

Bischof Peter Kohlgraf
screenshot / YouTube / Bistum Mainz

Bischof Peter Kohlgraf hat erklärt, er setze sich nicht aus Angst für den Klimaschutz ein, sondern aus „Liebe zur Schöpfung“. In seiner Kolumne für die Kirchenzeitung (aktuelle Ausgabe) schrieb der Mainzer Bischof, die Empfänger des kürzlich verliehen Umweltpreises seiner Diözese eine „das Engagement für Gottes gute Schöpfung, deren Teil wir Menschen sind“.

„In der Kirche gehen wir wichtige Schritte, auch wenn manches schneller passieren könnte und auch mehr möglich wäre“, erklärte Kohlgraf. „Aber Menschen in der Kirche arbeiten an dem Thema oft über die Grenzen des eigentlich Machbaren hinaus. Das ist ein starkes Signal in unsere Gesellschaft, das vielleicht zu wenig wahrgenommen wird. Auch dafür einen herzlichen Dank!“

Die Kirche müsse sich um Klima- bzw. Umweltschutz kümmern, denn „wir reden über die Schöpfung, in die Gott uns hineingestellt hat, um sie zu hüten und zu bewahren“.

„Mich motiviert nicht die Angst, so besorgniserregend die Situation auch ist“, betonte der Bischof. „Diese Motivation unterscheidet mich vielleicht von anderen. Ich bin bewegt von der Liebe zur Schöpfung, von der Liebe zu Gott und seinen Geschöpfen, zu denen auch der Mensch gehört.“

„Ich meine, dass Ehrfurcht und Liebe mehr bewirken können als Panik und Angst“, so Kohlgraf. „Darüber würde ich gerne mit Menschen unserer Tage im Gespräch bleiben. Wir sind am Anfang des Maimonats. Wir verehren Maria, die Christus geboren hat. Mit ihm hat die Welt Zukunft und Leben. Ich staune über die Kraft der Schöpfung in diesen Tagen des Frühlings. Aus Totem wird Lebendiges, die Welt wird bunt.“