Familienbund der Katholiken: Klima ist „auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit“

Ulrich Hoffmann
screenshot / YouTube / katholisch1tv

Der Familienbund der Katholiken hat sich anlässlich des Weltumwelttags am Montag „für den Erhalt der Lebensgrundlagen für jetzige und zukünftige Generationen“ ausgesprochen. Dies müsse „zur Voraussetzung für alle politischen Entscheidungen werden, denn wir leben in Abhängigkeit von der Natur“, erklärte Ulrich Hoffmann, der Präsident des Familienbundes.

„Damit Familien auch in Zukunft in einer intakten Umwelt gut leben können, muss die Politik aktiver werden“, forderte der Familienbund. „Der Klimawandel ist eine der großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Das weitere Handeln aller Menschen bestimmt, wie wirksam wir ihm begegnen. Die Einhaltung der Pariser Klimaziele ist ein zentraler Schritt. Und es bleibt viel zu tun.“

Für Hoffmann besteht eine Verbindung zwischen der ökologischen und der sozialen Frage. Es seien schließlich „vor allem Menschen und Familien, die wenig Ressourcen zur Verfügung haben und sich in prekären Lebenslagen befinden, die besonders von Klimaveränderungen und politischen Anpassungsmechanismen betroffen sind“.

„Und gerade diese Menschen tragen aufgrund ihres geringen Konsums selbst am wenigsten zum Klimawandel bei“, so Hoffmann. „Daher ist die Klimafrage für den Familienbund auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit.“

„Es ist unser Handeln, welches die Vielfalt des Planeten bedroht, aber es ist auch unser Handeln, welches den Planeten schützen kann“, sagte der Präsident des Familienbundes. „Die Stärkung der Natur und der Schutz des Klimas erfordern viele Akteure. Jede Familie kann hier schauen, welchen Beitrag sie leisten kann.“