Bischof Kohlgraf verabschiedet Benediktiner von Kloster Jakobsberg

Bischof Peter Kohlgraf
screenshot / YouTube / Arbeitsgemeinschaft katholischer Studentenverbände

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat am Sonntag die Benediktiner vom Kloster Jakobsberg bei Ockenheim verabschiedet. In dem Kloster hatten sowohl Missionsbenediktiner von St. Ottilien als auch Benediktinerinnen vom Eucharistischen König gelebt.

„Der Weggang der Ordensgemeinschaften hat auch mich als Bischof wirklich getroffen, sowie das Bistum und die Menschen in dieser Region“, räumte Kohlgraf vor Ort ein. „Denn diese Gemeinschaften und viele geistliche Persönlichkeiten haben diesen Ort geprägt, Menschen in der Suche nach Gott begleitet und mit seiner Gegenwart in Berührung gebracht.

„Zunächst einmal herrscht Dankbarkeit für das segensreiche Wirken über Jahre und Jahrzehnte“, betonte der Bischof von Mainz. „Für die Lebenden und die Verstorbenen beten wir in Dankbarkeit, viele Menschen könnten gute Erinnerungen miteinander teilen. Sie werden uns auch weiter begleiten.“

Im vergangenen Jahr war bekannt geworden, dass die Ordensgemeinschaften das Kloster Jakobsberg „nach über 60 Jahren vor allem aufgrund personeller Herausforderungen“ aufgeben müssen, so das Bistum Mainz.

„Ich stelle mir vor, dass hier an diesem Ort mancher Mensch mit Gott gerungen hat und keine einfachen Antworten erhalten konnte“, erklärte Kohlgraf. „Dafür braucht es Begleitung, auch wenn Glaube immer etwas ganz Persönliches bleibt. Gerne bieten wir im Bistum Mainz derartige Begleitung an, auch hier auf dem Jakobsberg.“

Das Bistum Mainz wolle das nun verlassene Kloster Jakobsberg „als Teil des Instituts für Spiritualität zum geistlichen Zentrum ausbauen“, hieß es. Kohlgraf sagte: „Heute schauen wir auch in die Zukunft und bitten um Gottes Segen für die Angebote in der Exerzitienarbeit und geistlichen Begleitung durch das neuaufgestellte Zentrum für Spiritualität unter der Federführung von Dr. Bernhard Deister; in diesem Rahmen wird auch der Ort des Jakobsbergs eine wichtige Rolle spielen“