Bischof Meier würdigt Verband der Islamischen Kulturzentren als „Dialogpartner“

Bischof Bertram Meier
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Der Augsburger Bischof Bertram Meier hat am Freitag den Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) zu dessen 50-jährigem Bestehen als „Dialogpartner“ gewürdigt. Meier ist innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) der Vorsitzende der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog.

„Der im Juni durch das Bundesinnenministerium veröffentlichte Bericht zu Muslimfeindlichkeit beschreibt die Phänomene der Ausgrenzung und Anfeindung, denen Muslime sich in unserem Land ausgesetzt sehen“, beklagte der Bischof in seiner Stellungnahme. „Das ist erschreckend und bitter!“

„Wer Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres religiösen Bekenntnisses herabwürdigt, der verletzt die Menschenwürde und legt die Axt an die Grundlagen unseres demokratischen Gemeinwesens“, betonte Meier. Aber: „Zahlreiche Christen in unserem Land stehen solidarisch an Ihrer Seite. Wie gut, dass wir in einer Demokratie leben, die religiöses Engagement wertschätzt und Religionsfreiheit schützt!“

Der Augsburger Oberhirte verwies auf die Bedeutung des Zweiten Vatikanischen Konzils für den interreligiösen Dialog und sagte: „Die Konzilserklärung Nostra aetate ruft zu einer geschwisterlichen Haltung gegenüber allen Mitmenschen auf und enthält ein starkes Bekenntnis zum Kampf gegen verschiedene Formen der Menschenfeindlichkeit.“ Letztlich sei es Gott selbst, „der die getrennten Herzen eint und den menschlichen Geist erhebt“.