Papst Franziskus zu Allerheiligen: Heiligkeit ist „ein Geschenk und gleichzeitig ein Weg“

Papst Franziskus
Vatican Media

Beim Angelusgebet am Hochfest Allerheiligen hat Papst Franziskus betont, Heiligkeit sei „ein Geschenk und gleichzeitig ein Weg“. Der Pontifex feierte keine öffentliche Messe, betete aber mit Gläubigen am Mittwochmittag auf dem Petersplatz.

„Die Heiligkeit ist eine Gabe Gottes, die wir mit der Taufe empfangen haben“, betonte der Papst. Heilige seien aber „keine unerreichbaren oder fernen Helden, sondern Menschen wie wir, unsere Freunde, deren Ausgangspunkt dieselbe Gabe ist, die wir empfangen haben“.

Wie jedes Geschenk müsse auch die Heiligkeit angenommen werden, denn sie bringe „die Verantwortung einer Antwort und die Aufforderung mit sich, sich zu engagieren, damit sie nicht verschwendet wird“.

„Deshalb sagen wir – und das ist der zweite Punkt –, dass die Heiligkeit auch ein Weg ist, ein Weg, den man gemeinsam gehen muss, indem man sich gegenseitig hilft, vereint mit jenen hervorragenden Gefährten, die die Heiligen sind“, führte der Papst aus.

Die Heiligen seien „unsere älteren Brüder und Schwestern, auf die wir immer zählen können: Sie unterstützen uns, und wenn wir auf dem Weg eine falsche Richtung einschlagen, versäumen sie es nicht, uns durch ihre stille Anwesenheit zu korrigieren; sie sind aufrichtige Freunde, denen wir vertrauen können, weil sie unser Wohlergehen wünschen; sie zeigen nicht mit dem Finger auf uns und verraten uns nie. In ihrem Leben finden wir ein Beispiel, in ihren Gebeten erhalten wir Hilfe, und in der Gemeinschaft mit ihnen sind wir durch ein Band der brüderlichen Liebe verbunden.“

„Die Heiligkeit ist ein Geschenk und ein Weg“, fasste Papst Franziskus zusammen. „Wir können uns also fragen: Erinnere ich mich daran, dass ich die Gabe des Heiligen Geistes empfangen habe, der mich zur Heiligkeit ruft und mir hilft, dort anzukommen? Danke ich ihm dafür? Spüre ich, dass die Heiligen mir nahe sind, wende ich mich an sie? Kenne ich die Geschichte von einigen von ihnen? Es ist gut, wenn wir das Leben der Heiligen kennen und uns von ihren Beispielen bewegen lassen. Und es tut uns sehr gut, wenn wir uns im Gebet an sie wenden.“