Gössl und Bentz: Papst Franziskus ernennt Erzbischöfe von Bamberg und Paderborn

Die neuen Erzbischöfe: Herwig Gössl (li.) für Bamberg und Udo Bentz für Paderborn.
Screenshots / YouTube / Deutsche Bischofskonferenz / KircheTV

Papst Franziskus hat zwei neue Erzbischöfe für die Kirche in Deutschland ernannt.

Wie am heutigen Samstag bekannt gegeben wurde, wird der Mainzer Weihbischof Udo Markus Bentz neuer Erzbischof von Paderborn.

In Bamberg wird Weihbischof Herwig Gössl das Amt übernehmen. Er war dort bereits als Diözesanadministrator amtierender Leiter des Bistums. 

Stimmen beim deutschen Synodalen Weg

Beide Prälaten sind 56 Jahre alt und stimmten beim deutschen Synodalen Weg für die Einführung weiblicher Diakone, ebenso wie für Laien-Predigten und die Spendung des Sakraments der Taufe durch Laien.  

Gössl enthielt sich bei der Abstimmung über die Segnung gleichgeschlechtlicher Verbindungen; Bentz stimmte dafür.

Nachfolger von Becker und Schick

Udo Bentz tritt die Nachfolge von Erzbischof Hans-Josef Becker an, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Bentz, der seit 2015 als Weihbischof in Mainz tätig ist, bringt eine vielseitige kirchliche Karriere mit, darunter eine Zeit als Generalvikar im Bistum Mainz. Nach einer Banklehre studierte Bentz Theologie in Mainz und Innsbruck und wurde 1995 zum Priester geweiht. Seine akademische Laufbahn umfasst auch eine theologiegeschichtliche Dissertation in Freiburg.

Mehr in Deutschland - Österreich - Schweiz

Herwig Gössl wird Erzbischof Ludwig Schick in Bamberg nachfolgen, der seinen Rücktritt mit dem Wunsch begründete, wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen einem jüngeren Nachfolger zu überlassen. Gössl, geboren 1967 in München und aufgewachsen in Nürnberg, wurde 1993 zum Priester geweiht. Er wirkte 15 Jahre in der Pastoral und war seit 2008 als Subregens im Priesterseminar der Bistümer Bamberg und Würzburg tätig, bevor er 2014 zum Weihbischof ernannt wurde.

Der seit November 2022 emeritierte Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, hatte im Juli mit Blick auf seinen Nachfolger erklärt: „Ein dickes Fell sollte der neue Bischof aber nicht haben!“

Zwar habe jeder Bischof „auch unangenehme und schwierige Aufgaben“ zu bewältigen. Trotzdem müsse er „sensibel und menschennah sein“.