Papst Franziskus veröffentlicht Angelus-Ansprache aus dem Krankenhaus, dankt für Gebete

Gemelli-Klinik in Rom mit einer Statue von Papst Johannes Paul II.
Daniel Ibáñez / EWTN News

Papst Franziskus hat am Sonntag wieder eine schriftliche Botschaft zum Angelusgebet veröffentlicht, die er durch seinen Aufenthalt in der römischen Gemelli-Klinik bereits zum dritten Mal nicht öffentlich und persönlich vortragen konnte. Dabei dankte er für die Gebete, „die aus den Herzen so vieler Gläubiger aus vielen Teilen der Welt zum Herrn aufsteigen“.

„Ich spüre all Ihre Zuneigung und Nähe und fühle mich in dieser besonderen Zeit wie von allen Menschen Gottes ‚getragen‘ und unterstützt“, so der Pontifex. „Ich danke Ihnen allen!“

„Ich spüre in meinem Herzen den ‚Segen‘, der in der Gebrechlichkeit verborgen ist, denn gerade in diesen Momenten lernen wir noch mehr, auf den Herrn zu vertrauen“, erläuterte Franziskus. Zudem dankte er Gott dafür, „dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, an Körper und Geist den Zustand so vieler kranker und leidender Menschen zu teilen“.

Der Pontifex schrieb, er selbst bete „vor allem für den Frieden. Von hier aus erscheint der Krieg noch absurder. Beten wir für die gepeinigte Ukraine, Palästina, Israel, Libanon, Myanmar, Sudan und Kivu.“

Papst Franziskus ging auch kurz auf das Sonntagsevangelium ein, in dem Jesus „über zwei der fünf Sinne“ spreche, nämlich „das Sehen und den Geschmack“.

„Was das Sehen betrifft, so fordert er uns auf, unsere Augen zu schulen, um die Welt gut zu beobachten und unseren Nächsten mit Liebe zu beurteilen.“ Nur mit einem „Blick der Fürsorge, nicht der Verurteilung, kann die brüderliche Zurechtweisung eine Tugend sein“, unterstrich Franziskus.

„Was den Geschmack betrifft, so erinnert uns Jesus daran, dass ‚jeder Baum an seinen eigenen Früchten erkannt wird‘“, fuhr der Papst fort. „Und die Früchte, die vom Menschen kommen, sind zum Beispiel seine Worte, die auf seinen Lippen reifen, denn ‚aus der Fülle des Herzens spricht der Mund‘. Faule Früchte sind gewalttätige, falsche, vulgäre Worte; gute Früchte sind die gerechten und ehrlichen Worte, die unseren Dialogen Geschmack verleihen.“

Papst Franziskus ist seit inzwischen 17 Nächten im Krankenhaus. Seit dem Tag seiner Einlieferung am 14. Februar wurden keine Bilder mehr von ihm veröffentlicht, wohl aber ein Reihe von schriftlich vorbereiteten Ansprachen. Auch Bischofsernennungen erfolgen beispielsweise weiterhin.

Mehr in Vatikan

Erhalten Sie Top-Nachrichten von CNA Deutsch direkt via WhatsApp und Telegram.

Schluss mit der Suche nach katholischen Nachrichten – Hier kommen sie zu Ihnen.