Verband kinderreicher Familien für Entlastung von Eltern bei Beiträgen zu Sozialversicherung

Familie
Orlando Allo / Unsplash

Der Verband kinderreicher Familien Deutschland hat für eine Entlastung von Eltern bei den Beiträgen zur Sozialversicherung plädiert. Damit schloss sich der Verband einem entsprechenden Vorstoß von Reiner Haseloff an, des CDU-Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt.

Ende März hatte Haseloff in einem RND-Interview den Mangel an „Generationengerechtigkeit“ bei den Sozialbeiträgen moniert. Auf Nachfrage führte er aus: „Diejenigen, die Kinder bekommen und damit die künftige Leistungsfähigkeit des Systems sichern, müssen Vorteile haben gegenüber denjenigen ohne Kinder.“

„Wenn Kinderlose mehrfach im Jahr in den Urlaub fahren können und eine kinderreiche Familie nur einmal, können sie nicht erwarten, im Alter ebenso abgesichert zu sein, ohne dazuzuzahlen“, so Haseloff. „Das heißt: Es braucht deutlich geringere Beträge zu den Sozialversicherungen für Menschen mit Kindern – auch als kleiner Anreiz, um Kinder zu kriegen.“

Elisabeth Müller, die Vorsitzende des Verbands kinderreicher Familien, erklärte am Dienstag: „Sein Vorschlag ist nicht neu; trägt jedoch der enormen gesellschaftlichen Bedeutung von Familien Rechnung. Es setzt ein wichtiges Zeichen für mehr Anerkennung und Entlastung, insbesondere von kinderreichen Eltern.“

Die Vorstellung, wonach man sich Kinder in Deutschland kaum leisten könne, müsse sich „dringend ändern“, forderte Müller. „Familiengründung darf keine reine Kosten-Nutzen-Rechnung für den Einzelnen sein. Vielmehr braucht es politische Rahmenbedingungen, die Eltern entlasten und jungen Menschen die Zuversicht geben, dass Kinder kein finanzielles Risiko, sondern eine bereichernde Zukunftsinvestition sind.“

Kinder sind nach Ansicht des Verbands „eine gesamtgesellschaftliche Zukunftsinvestition“. Eltern leisteten demnach „einen entscheidenden Beitrag zur Zukunftsfähigkeit unseres Sozialstaats“.

Müller betonte: „Durch konkrete Entlastungen wie niedrigere Sozialversicherungsbeiträge für Eltern kann die Politik einen entscheidenden Beitrag leisten. Ich hoffe, dass dieser Vorschlag breite Unterstützung findet und in der politischen Debatte wieder vorangetrieben wird.“

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