Vatikanstadt - Montag, 5. Januar 2026, 7:00 Uhr.
Papst Leo XIV. verfolgt die gegenwärtigen Entwicklungen in Venezuela nach dem US-amerikanischen Militärangriff und der Gefangennahme des langjährigen Präsidenten Nicolás Maduro „mit großer Sorge“, wie er beim Angelus am Sonntagmittag erklärte.
Leo forderte: „Das Wohl des geliebten venezolanischen Volkes muss über allen anderen Erwägungen stehen und dazu führen, dass die Gewalt überwunden wird und Wege der Gerechtigkeit und des Friedens eingeschlagen werden, indem die Souveränität des Landes gewährleistet, die in der Verfassung verankerte Rechtsstaatlichkeit sichergestellt, die Menschen- und Bürgerrechte jedes Einzelnen und aller geachtet und gemeinsam an einer friedlichen Zukunft der Zusammenarbeit, der Stabilität und der Eintracht gearbeitet wird.“
„Dabei muss den Ärmsten, die unter der schwierigen wirtschaftlichen Lage leiden, besondere Aufmerksamkeit gelten“, so der Papst weiter.
Erhalten Sie Top-Nachrichten von CNA Deutsch direkt via WhatsApp und Telegram.
Schluss mit der Suche nach katholischen Nachrichten – Hier kommen sie zu Ihnen.
In den frühen Morgenstunden des vergangenen Samstags (Ortszeit) hatten US-amerikanische Streitkräfte nach akribischer Planung in der venezolanischen Hauptstadt Caracas ihren Einsatz und konnten Maduro sowie seine Frau festnehmen. Beide befinden sich jetzt auf US-amerikanischem Boden und sollen dort vor Gericht gestellt werden. „Ihnen werden laut US-Justizministerin Pam Bondi unter anderem ‚Verschwörung zum Drogenterrorismus‘ sowie ‚Verschwörung zum Kokainimport‘ vorgeworfen“, berichtete die Tagesschau.
Auf Kritik stößt – sowohl in den USA als auch international – die fragwürdige rechtliche Legitimierung der Militäraktion. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte zunächst nur: „Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit. Grundsätzlich müssen im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten.“
Papst Leo lud derweil am Sonntag dazu ein, für Venezuela zu beten, „wobei wir unser Gebet der Fürsprache der Muttergottes von Coromoto und der heiligen José Gregorio Hernández und Schwester Carmen Rendiles anvertrauen“.




