Psychiater Lütz kritisiert fehlende aussagepsychologische Expertise in UKA

Manfred Lütz
Paul Badde / EWTN.TV

Der Psychiater und Psychotherapeut Manfred Lütz kritisiert die Zusammensetzung der neu geschaffenen "Unabhängigen Kommission für Anerkennungsleitungen" (UKA) der deutschen Bischofskonferenz.

Es fehle völlig an "aussagepsychologischer Expertise", das bedeute, das Gremium könne "die Wahrhaftigkeit einer Beschuldigung bei Zweifeln" wissenschaftlich nicht überprüfen, schreibt Lütz in der Februar-Ausgabe der "Herder Korrespondenz".

Damit setze sich "eine verhängnisvolle Entwicklung weg von der Wissenschaft" fort. Früher habe die Kirche Opfern von sexuellem Missbrauch oft nicht geglaubt, das sei falsch gewesen.

Man dürfe aber nun nicht ins Gegenteil verfallen und unschuldig Beschuldigte ohne jede Hilfe lassen. Lütz plädiert für "Gespräche mit Beschuldigern in einer Atmosphäre der Akzeptanz", aber zugleich für "äußerste Sorgfalt bei der Tatsachenerhebung".

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