1000 Klöster helfen den Flüchtlingen des Ukraine-Kriegs

Ordensfrauen im Einsatz für die Opfer und Flüchtlinge des Ukraine-Kriegs
Foto: Privat / Archiv
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„In 924 Klöstern in Polen und 98 in der Ukraine gewähren Schwestern geistliche, psychologische, medizinische und materielle Hilfe“, heißt es in einer Pressemitteilung, die der Rat der Höheren Oberinnen von Ordensfrauen in Polen am 15. März 2022 veröffentlichte.

Schätzungen zufolge hat, seit Kriegsbeginn, jede der fast 150 Ordensgemeinschaften, die in Polen und der Ukraine tätigen sind, zwischen einigen wenigen und bis zu 18.000 Menschen geholfen.

Die Unterbringung wurde in 498 Klöstern in Polen und 76 in der Ukraine organisiert. Bislang wurden 3060 Kinder, 2420 Familien und etwa 2950 Erwachsene untergebracht. In 64 Institutionen gibt es 600 Plätze für Waisenkinder, und in 420 Institutionen gibt es fast 3000 Plätze für Mütter mit Kindern.

Seit dem Ausbruch des Krieges sind die Schwestern an der Zubereitung und Verteilung von warmen Mahlzeiten, Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Kleidung und Decken beteiligt. Sie helfen beim Transport von Menschen aus den Kriegsgebieten, vermitteln bei der Arbeitssuche in Polen, schaffen zusätzliche Arbeitsplätze in ihren Zentren, koordinieren die Flüchtlingshilfe in den Hilfszentralen, helfen ukrainischen Kindern bei der Einschulung in polnische Schulen, dienen als Übersetzer der ukrainischen Sprache und organisieren Unterricht für Kinder und Mütter, die aus der Ukraine kommen. Auch ältere und behinderte Menschen finden in von Schwestern geleiteten Institutionen Unterkunft.

In Polen sammeln die Schwesterngemeinschaften ständig Lebensmittel und Hygieneartikel, die sie in die Ukraine schicken, an Flüchtlinge verteilen oder an Häuser weitergeben, die von Kongregationen betrieben werden und wo Kriegsopfer Hilfe erhalten. Die Kongregationen spenden auch Geld und übermitteln Geld durch ihre Stiftungen.

Derzeit gibt es in der Ukraine über 332 Schwestern aus polnischen Kongregationen.

Die vorgestellten Daten wurden bis zum 14. März 2022 vom Rat der Höheren Oberinnen von Ordensfrauen in Polen gesammelt.

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