Tausende Teilnehmer beim Marsch für das Leben in Berlin

Teilnehmer des Marsches für das Leben in Berlin am 17. September 2016.
Foto: EWTN/Rudolf Gehrig
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Über 7.500 Teilnehmer waren nach Angaben der Veranstalter beim "Marsch für das Leben" in Berlin am heutigen Samstag, 17. September beteiligt. Die Polizei sprach von 6.000 Demonstranten. Unter dem Motto "Kein Kind ist unzumutbar" versammelten sich die Menschen zum Auftakt vor dem Reichstagsgebäude.

Am Marsch beteiligten sich fünf Bischöfe: Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer, Berlins Erzbischof Heiner Koch und Weihbischof Matthias Heinrich, sowie aus Köln Weihbischof Dominikus Schwaderlapp sowie der Augsburger Weihbischof Florian Wörner.

Erzbischof Koch rief die Lebensschützer zum Einsatz dafür auf, "dass jeder Mensch sein Leben gut entfalten kann, vom ersten Augenblick im Mutterschoß an bis zum letzten Atemzug". 

Martin Lohmann, der Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), welcher der den Marsch organisiert, freute sich über die gestiegene Teilnehmerzahl und verstärkte katholische Präsenz: "Unsere Bewegung für das Leben wächst weiter – und das ist gut so!"

Trotz der Unterstützung und Teilnahme mehrerer protestantischer Gruppen nahm die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz nicht am Marsch teil, sondern distanzierte sich deutlich von der Veranstaltung. In einer Stellungnahme erklärt sie, die Positionen des Marsches nicht zu teilen, und plädiert für eine "ergebnisoffene, aber nicht ziellose Beratung" schwangerer Frauen. 

(Bericht unten fortgesetzt)

Gegendemonstration mit weniger Teilnehmern

Nach Angaben der Berliner Polizei nahmen etwa 1.500 Personen an einer Gegendemonstration der "Allianz für Sexuelle Selbstbestimmung" teil. Polizisten mussten Sitzblockaden dieser Gegendemo auflösen.

Die Allianz wird unterstützt von den Grünen, der Links-Partei sowie Vertretern der SPD, darunter Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller. Auf ihrer Webseite werden Forderungen für Abtreibung und Gender-ideologische Ziele verknüpft mit Vorwürfen gegen Teilnehmer des Marsches für das Leben, "christliche Fundamentalist*innen" zu sein und unter anderem eine "reaktionäre Weltsicht" zu haben.

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