Benedikt XVI. sagt ukrainischem Großerzbischof: „Ich bete weiter für den Frieden“

Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk mit Papst emeritus Benedikt XVI. am 9. November 2022
Foto: UGKK

Das Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche hat am Mittwoch den emeritierten Papst Benedikt XVI. im Kloster Mater Ecclesiae getroffen und ihn ersucht, weiterhin für die Ukraine zu beten. Der emeritierte Papst versicherte gegenüber Großerzbischof Swjatoslaw Schewtschuk, dass er "weiterhin für die Ukraine betet".

Das letzte Treffen zwischen den beiden geht auf den Februar 2019 zurück. Bei diesem Treffen zeigte sich Benedikt sehr gut über die Ereignisse in der Ukraine informiert und betonte, dass er immer für den Frieden in der Ukraine bete.

Beim Treffen am 9. November sprach Schewtschuk über den Krieg in der Ukraine, schilderte dem emeritierten Papst die humanitäre Lage, wiederholte, dass der Krieg in der Ukraine ideologisch und kolonial sei, und verglich ihn mit dem Nationalsozialismus.

Außerdem dankte er Benedikt XVI. für seinen Brief zu Beginn des Krieges.

Benedikt betonte, dass er die Situation in der Ukraine aufmerksam verfolge, drückte sein großes Bedauern über das Leiden des ukrainischen Volkes aus und sagte, dass er immer für den Frieden bete.

Schewtschuk erwiderte, dass "nur die Kraft des Gebets das ukrainische Volk am Leben erhält", und bat darum, weiterhin für die Ukraine zu beten.

Benedikt XVI. ernannte Swjatoslaw Schewtschuk am 14. Januar 2009 zum Bischof und setzte ihn als Weihbischof in der Eparchie Santa Maria del Patrocinio in Buenos Aires ein, wo er Kardinal Jorge Bergoglio, den späteren Papst Franziskus, traf. Benedikt XVI. bestätigte am 25. März 2011 auch die Wahl von Swjatoslaw Schewtschuk zum Oberhaupt der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. Es besteht also eine enge Verbindung zwischen den beiden.

Der Großerzbischof der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche hält sich etwa eine Woche lang im Vatikan auf. Es ist das erste Mal seit dem russischen Überfall am 24. Februar, dass er die Ukraine verlässt.

Am Montag traf er mit Papst Franziskus zusammen, dem er ein Fragment einer Mine brachte, die eine griechisch-katholische Kirche in der Stadt Irpin zerstört hatte. Am 12. November wird er mit Kardinal Pietro Parolin, dem Staatssekretär des Vatikans, sprechen. Am 14. November wird er mit den beim Heiligen Stuhl akkreditierten Botschaftern zusammentreffen.

Übersetzt und redigiert aus dem Original von Catholic News Agency, der englischsprachigen Partneragentur von CNA Deutsch.

Das könnte Sie auch interessieren: