Schüsse und Todesopfer in Wien: Kardinal Christoph Schönborn ruft zum Gebet auf

Kardinal Christoph Schönborn
Foto: CNA/Daniel Ibanez

Kardinal-Erzbischof Christoph Schönborn von Wien hat zum Gebet für die Opfer des Anschlags in der Wiener Innenstadt und für die Einsatzkräfte aufgerufen. Die Polizei Wien berichtet zur Stunde von einem Großeinsatz mit Verletzten. Es sei "zu mehreren Schusswechseln" gekommen. Innenminister Karl Nehammer sagte laut Medienberichten, es handle sich augenscheinlich um einem Terroranschlag.

Kardinal Schönborn teilte mit, er bete "in diesen dramatischen Stunden" mit vielen anderen "für die Opfer, die Einsatzkräfte und dass es zu keinem weiteren Blutvergießen kommt".

Nach Angaben der Polizei um 22:26 Uhr handelte es sich um mehrere Täter, die mit Gewehren bewaffnet waren. Ein Täter sei von der Polizei erschossen worden. Zudem gebe es ein Todesopfer und mehrere Schwerverletzte, darunter ein Polizist.

Die Sicherheitskräfte seien "mit allen möglichen Kräften im Einsatz", so die Polizei. Die Bevölkerung soll den Bereich großräumig vermeiden.

Bundeskanzler Sebastian Kurz verurteilte den "widerwärtigen Terroranschlag" und dankte der Polizei für ihren Einsatz. "Damit sich die Polizei ganz auf die Terrorismusbekämpfung konzentrieren kann, hat die Bundesregierung entschieden, dass das Bundesheer den bisher durch die Polizei durchgeführten Objektschutz in Wien ab sofort übernehmen wird", teilte der Kanzler mit.

Der britische Regierungschef Boris Johnson wie auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron stellten sich beide an die Seite Österreichs. In einer deutschsprachigen Nachricht auf Twitter schrieb Macron: "Wir, Franzosen, teilen den Schock und die Trauer von der Österreicher nach einer Angriff in Wien. Nach Frankreich ist es ein befreundetes Land, das angegriffen wird. Dies ist unser Europa. Unsere Feinde müssen wissen, mit wem sie es zu tun haben. Wir werden nichts nachgeben".

Die Synagoge in unmittelbarer Nähe des Schwedenplatzes war zur Stunde des Angriffs am heutigen Montag geschlossen, teilte Oskar Deutsch mit, Präsident der Israelitischen Religionsgesellschaft in Österreich. Ob das jüdische Gotteshaus mögliches Ziel war, ist unklar.

Diese Nachricht wird laufend aktualisiert.