Bischof Kohlgraf: "Selbstverpflichtungen" zu Reformen nicht vorschnell unterzeichnen

Bischof Peter Kohlgraf
Foto: Bistum Mainz

Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hat am Mittwoch erklärt, "Selbstverpflichtungen" im Hinblick auf Reformen in der Kirche nicht vorschnell unterzeichnen zu wollen.

"Wenn jetzt vor Abschluss dieser Beratungen und geistlicher Prozesse Erklärungen das Ende und Ergebnis im Grunde vorwegnehmen, nehmen wir den Synodalen Weg nicht mehr wirklich ernst", warnte der Bischof. "Wenn ich jetzt Selbstverpflichtungen vor Abschluss der Beratungen abgebe, muss aus meiner Sicht nicht weiter debattiert werden."

Manche Selbstverpflichtungen könnten "in letzter Konsequenz erst eingelöst werden", wenn der Papst oder ein Konzil "diese Anliegen aufgreift und freigibt".

"Jetzt aber Versprechen abzugeben, die ich in absehbarer Zeit nicht werde einlösen können, scheint mir problematisch", so Kohlgraf.

Kohlgraf bezog sich mit seiner Stellungnahme auf die "Frankfurter Erklärung" für eine synodale Kirche, die vom Präsidium des Synodalen Wegs unterstützt wird. Außerdem erwähnte er das Schreiben von elf Generalvikaren an den Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, wonach das kirchliche Arbeitsrecht – gerade was die "sexuelle Identität" und "Orientierung" der Angestellten betrifft – nicht mehr umgesetzt werden solle.

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