Bischof von Trier besucht LGBT-Infostand bei Heilig-Rock-Tagen

Bischof Stephan Ackermann am LGBT-Infostand
Foto: Inge Hülpes / Bistum Trier

Bischof Stephan Ackermann hat bei den Heilig-Rock-Tagen in Trier am Dienstag einen LGBT-Infostand besucht. Dort waren laut Bistum Trier "Ansprechpersonen" zu finden sowohl vom diözesanen Arbeitskreis "Sexuelle und geschlechtliche Identitäten in der Pastoral" als auch vom SCHMIT-Z, einem – nach eigenen Angaben – "schwul-lesbischen und queeren Zentrum" in der Stadt.

"Ich finde es gut, dass es den Stand gibt – und natürlich auch die Menschen, die sich zeigen", so der Trierer Bischof, der auch seit mehr als zehn Jahren Missbrauchsbeauftragter der deutschen Bischofskonferenz ist.

"Wir haben seit der Aktion #OutInCurch von Seiten des Bistums und der Bischöfe klar gemacht: Es ist uns wichtig, dass die Kirche ein angstfreier Raum ist", sagte Ackermann. "Und dass Menschen, die mit Ängsten und Befürchtungen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten leben mussten, wirklich das Signal erhalten, dass sie dazugehören. Alles, was wir dazu beitragen können, auch an Information und Begegnung, hilft."

Laut Bistum Trier informierten die Ansprechpersonen des diözesanen Arbeitskreises und vom SCHMIT-Z "über den aktuellen Stand ihrer Arbeit" und nahmen "Anregungen für die Weiterarbeit" entgegen.

Die Heilig-Rock-Tage gehen auf die Verehrung einer Reliquie der Tunika Christi im Trierer Dom durch Pilger von nah und fern zurück. Seit rund als 25 Jahren handelt es sich indes um jährliche mit einem Katholikentag vergleichbare Veranstaltungen, bei denen der Heilige Rock selbst nicht ausgestellt wird.

Im Jahr 2022 stehen vier LGBT-Veranstaltungen auf dem Programm: Neben dem Infostand am selben Tag auch ein "Queer-Gottesdienst" sowie ein "Queeres Nachtgebet" am Freitag und ein "Pilger*innen-Café im SCHMIT-Z" am Sonntag.

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