Corona-Virus: Keine Mundkommunion in Bozen-Brixen und Salzburg (UPDATE)

Der Leib Christi: Ein Priester spendet die Kommunion im Petersdom am Fest der Heiligen Familie, 27. Dezember 2015.
Foto: CNA/Alexey Gotovskiy

Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus (Covid-19) hat das Bistum Bozen-Brixen (Südtirol) entschieden, dass die Gläubigen die Kommunion vorerst nur mit der Hand empfangen und auf die Mundkommunion verzichten sollen. Auch der Gebrauch von Weihwasser und der Friedensgruß während der heiligen Messe sollen vorerst vermieden werden. Dies gab die Diözese in der norditalienischen Region Südtirol am Dienstag bekannt. Auch die Erzdiözese Salzburg hat bereits entsprechende Maßnahmen ergriffen.

Der Südtiroler Bischof Ivo Muser und Generalvikar Eugen Runggaldier reagieren damit auf den ersten Fall einer Corona-Virus-Infektion in Südtirol, die am Montag gemeldet wurde. Kirchen sollen aber nicht geschlossen werden, auch die Gottesdienste sollen weiterhin stattfinden.

Bischof ruft die Gläubigen im Bistum auf, "alle Kranken sowie deren Angehörigen in das Gebet einzuschließen, aber auch für jene zu beten, die in der Krankenbetreuung und Krankenpflege tätig sind und schließlich auch jene nicht zu vergessen, die jetzt die Verantwortung tragen, jene Maßnahmen zu erlassen, die zum Wohle der Menschen getroffen werden müssen".

Papst Franziskus hat bereits vor einem Monat für die Erkrankten gebetet: "Der Herr nehme die Verstorbenen in seinen Frieden auf, er tröste die Familien und unterstütze den großartigen Einsatz Chinas, um die Epidemie zu bekämpfen", so der Papst beim Angelus am 26. Januar.

In Italien sind bereits über 230 Menschen mit dem Virus infiziert worden. Es ist das Land, das von der Epidemie europaweit bisher am heftigsten betroffen ist. Wie CNA Deutsch bereits berichtete, sind in einigen Gebieten Norditaliens öffentliche Veranstaltungen und Feierlichkeiten zur Karnevalszeit abgesagt worden, wie auch der berühmte Karneval in Venedig.

In Salzburg wurde am heutigen Mittwoch bekanntgegeben, dass das Weihwasser aus dem Weihwasserbecken des Domes entfernt wurde. Damit soll der Salzburger Dom nach Angaben der Erzdiözese "bestmöglich Corona-sicher" gemacht werden. Auch dort soll es vorerst keine Mundkommunion geben, wie die Pressestelle vermeldet:

"Um Körperkontakt zu vermeiden, soll auch beim Friedensgruß statt dem Händeschütteln vorerst ein Nicken oder Verbeugen reichen. Indes werden die Mesner gefordert sein, die Stellen mehrmals pro Tag zu desinfizieren, die Gottesdienstbesucher und Touristen besonders häufig mit ihren Händen berühren – Türklinken und Handläufe zum Beispiel."

Auch in Deutschland ist das Virus bereits diagnostiziert worden. Bundesweit sind nach jetztigem Stand 18 Fälle bestätigt worden.

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtet, sind weltweit bereits 81.005 Menschen am Corona-Virus infiziert (Stand 26. Februar 2020). Dazu gab es 2.762 Todesfälle und 30.116 Genesungen. Der Großteil der Infizierten (78.064) lebt in China

Dieser Bericht wurde von CNA Deutsch um 12:35 Uhr mit der Meldung aus Salzburg aktualisiert.

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