Warnung vor der Darstellung des "IS" als Alternative zum christlichen Europa

Bischof José Ignacio Munilla im Jahr 2011.
Foto: Magnus Manske via Wikimedia (CC BY-SA 2.0)

Vor einem Europa ohne christliche Seele hat angesichts der jüngsten Terroranschläge der Bischof von San Sebastián  in Spanien gewarnt. Einem Westen ohne Identität, so José Ignacio Munilla, präsentiere sich der Islamischen Staat sich gleichsam als eine "Alternative".

Wörtlich sagte der Bischof, dass "die Dschihadisten auf ein Europa treffen, das seine christliche Seele verloren hat". Ihre radikale Form des Islam stellten sie als eine Alternative dar gegenüber einem Europa, dessen Tage gezählt seien und dessen Identität stark geschwächt sei. "Wir laufen Gefahr, verschlungen zu werden", so der Prälat.

Bischof Munilla legte dar, dass aus seiner Sicht die Invasion der Vereinigten Staaten im Irak und die Unterstützung Spaniens "als Nährboden für einen islamischen Fundamentalismus gedient haben, den es zuvor nicht gab", da man den religiösen Faktor nicht beachtet habe und die Vereinigten Staaten nun "keine moralische Autorität" mehr hätten, um jetzt intervenieren zu können.

In seiner umfassenden Betrachtung forderte der Bischof, dass Christen "ein Plus" an Großzügigkeit besitzen müssten, was gleichzeitig nicht bedeute "unsere Pflichten zu vernachlässigen, damit der Dschihadismus sich dessen nicht bedienen kann".

Verknüpfung mit Migration und Flüchtlingskrise

Der Bischof von San Sebastián erinnerte auch an die umstrittene Äußerung von Kardinal Antonio Cañizares Llovera, ob die Migranten, die nach Europa kommen "alle sauberer Weizen" wären.

Diesbezüglich wies der Prälat darauf hin, dass es sich um keinen neuen Gedanken handle, da bereits vor Monaten der Erzbischof von Mosul vor einem Einschleusen von Terroristen nach Europa gewarnt hatte.

Darüber hinaus verwies auch der spanische Innenminister, Jorge Fernández Díaz, über Warnungen der Geheimdienste, dass sich Dschihadisten gezielt unter den Flüchtlingen versteckten. Papst Franziskus hatte in einem Interview diese Gefahr erwähnt, aber die Christen ermutigt, trotzdem alle Migranten "so aufzunehmen, wie sie kommen."