Erzbischof kritisiert spanische Regierung für Gesetz zur Abtreibung: Es ist kein Recht

Schwangere Frau
Foto: Omurden Cengiz / Unsplash

Der Erzbischof von Valladolid (Spanien), Luis Argüello, hat die Einbringung eines neuen Gesetzentwurfs zur Abtreibung seitens der spanischen Regierung kritisiert. Er betonte, Abtreibung sei "niemals ein Recht". Der Inhalt des Gesetzes sei symptomatisch "für die Art zu regieren".

In vielen europäischen Ländern entstanden – vor allem nach den Debatten um die Abtreibung als "Recht" im EU-Parlament 2021 – Gesetzentwürfe und Gesetze über "reproduktive Gesundheit und sexuelle Rechte von Frauen", die Abtreibung als "öffentliches Gesundheitsrecht" darstellen und auch so gesetzlich verankern wollen.

In einer über seinen Twitter-Account verbreiteten Nachricht wies Argüello, der gleichzeitig Generalsekretär der spanischen Bischofskonferenz (CEE) ist, als besonders schädliche Tatsache darauf hin, dass man für die Frauen die Informationen und Reflexion einschränke.

"Das neue Gesetz unterdrückt Information und Reflexion, die etwas Vorausgehendes und Wesentliches sind, um eine so schwerwiegende Entscheidung über das Leben eines anderen Menschen zu treffen", betonte der Prälat, der in Großbuchstaben erklärte, dass diese Verweigerung von Information und Überlegung symptomatisch für den Regierungsstil sei.

Der Bischof erläuterte auch die Gründe, aus denen das neue Abtreibungsgesetz zu kritisieren ist.

In einem Gespräch mit dem Radiosender der spanischen Bischofskonferenz erklärte Argüello, es sei "unerhört", Abtreibung als ein "Recht" vorzustellen – umso mehr im Kontext des demografischen Winters, den Spanien erlebe.

"In einer Situation des demografischen Winters, inmitten der Fortschritte der Wissenschaft, die es unmissverständlich ermöglichen, zu erklären, dass im Schoß einer Frau neues Leben ist, ist der Vorschlag, Abtreibung als 'Recht' darzustellen und zu sagen, dass die Lösung eines Konflikts – ich weiß, dass dieser in bestimmten Situation entstehen kann – darin besteht, den Schwächeren zu vernichten, ist schlichtweg etwas Fürchterliches."

Außerdem betonte der Erzbischof von Valladolid, dass "die Durchsetzung des eigenen Willens zur Macht und des Entscheidungsrechts über jemand so schwachen und verletzlichen, wie es die Person ist, die schon im Schoß der schwangeren Frau heranwächst, nicht als fortschrittlich angesehen werden" könne.

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