Erzbistum Paderborn will Laien an der Wahl des neuen Erzbischofs beteiligen

Der Paderborner Dom.
Wikimedia / CC BY 2.0 de

Das Paderborner Metropolitankapitel hat angekündigt, Laien an der Wahl des neuen Erzbischofs zu beteiligen. Erzbischof Hans-Josef Becker hatte Papst Franziskus nach Eintritt in das 75. Lebensjahr am Mittwoch um die Entpflichtung von seinen Aufgaben gebeten.

Der Rücktritt wurde noch nicht angenommen.

"Das für die Bischofswahl verantwortliche Metropolitankapitel ist zuversichtlich, dass eine breite Beteiligung von Laien bei der Wahl des neuen Erzbischofs möglich werden wird", so das Bistum am Freitag. Man habe sich "für einen Weg – entsprechend den Vorgaben des Synodalen Weges – entschieden, wie eine möglichst breite Beteiligung der Gläubigen bei der Findung von Kandidaten für die Nachfolge von Erzbischof Hans Josef Becker im Rahmen der rechtlichen Vorgaben möglich ist."

Öffentlich gemacht wurde das neue Verfahren noch nicht. Dompropst Joachim Göbel sagte, man wolle zunächst die Beteiligten informieren und dann "diesen Weg für die Öffentlichkeit detailliert darstellen".

Bislang folgte das Verfahren der Bischofswahl dem Preußenkonkordat von 1929. Demnach reichen sowohl das Metropolitankapitel (in den meisten Diözesen als Domkapitel bekannt) als auch "die Diözesanerzbischöfe und -bischöfe Preußens dem Heiligen Stuhle Listen von kanonisch geeigneten Kandidaten ein".

Diesen Listen entsprechend "benennt der Heilige Stuhl dem Kapitel drei Personen, aus denen es in freier, geheimer Abstimmung den Erzbischof oder Bischof zu wählen hat".

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