Extremistische Hindus stürmen christliches Vorweihnachtstreffen

Symbolbild
Foto: Pixabay / Pavlofox
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Nach einem gewaltättigen Überfall auf einen christlichen Gebetsraum mit mehreren Verletzten hat die indische Polizei vier hinduistische Extremisten festgenommen, darunter einen örtlichen Politiker der Regierungspartei BJP. 

Der Überfall fand am 9. Dezember während eines vorweihnachtlichen Gebetstreffens protestantischer Christen statt, meldet die vatikanische Agentur "Fides". Der Gebetssaal befindet sich in Coimbatore, Tamil Nadu, und wird von einem evangelikalen Pastor geleitet.

Ein örtlicher Vertreter der BJP und drei weitere Männer stürmten den Saal und forderten die dort Versammelten auf, die Gebetstveranstaltung zu unterbrechen. Die Bezirksverwaltung von Coimbatore hatte zuvor angeordnet, dass etwa 30 dieser Gebetsräume in der Gegend geschlossen werden, nachdem die BJP-Aktivisten Einwände gegen "Lärm und Störungen" erhoben hatten. 

Nach Angaben der Polizei sollen die Christen trotz der angeordneten Schließung des Raumes dort die Feier organisiert haben, was zu dem Übergriff geführt habe. 

Mitglieder der christlichen Gemeinde berichten ebenfalls, dass es sich bei den Angreifern um eine Gruppe handelte, welche die christliche Veranstaltung mit Gewalt beenden wollten. Bei dem Angriff zog sich ein Gläubiger eine Kopfverletzung zu und eine Frau erlitt einen Knochenbruch, während weitere Christen leicht verletzt wurden.

"Wir haben nichts falsch gemacht, wir wollten nur Weihnachten feiern und Geschenke an die Armen verteilen", so der örtliche Pastor laut "Fides". 

Von der örtlichen Polizei bitten die christlichen Gläubigen nun um Schutz. Die indische BJP-Partei, gehört der hinduistischen nationalistischen Rechten am und regiert in Indien auf Bundesebene mit Premier Narendra Modi, aber auch in 18 der insgesamt 29 indischen Staaten. 

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