Historischer Konvent in Sevilla schließt nach 500 Jahren

Ordensschwestern
Foto: Flickr Nacho_CC_BY_2.0
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Das Kloster Santa María del Socorro  - Heilige Maria von der Hilfe - des Ordens von der Unbefleckten Empfängnis Mariens wird am kommenden 15. Oktober, 500 Jahre nach seiner Gründung, die Pforten schließen.

Es handelt sich um den letzten Konvent, den die Konzeptionistinnen - wie die Schwestern auch genannt werden - in der Stadt Sevilla hatten. Zeitweise hatte es dort vier Klöster des Ordens gegeben.

Die sinkende Zahl der Berufungen und die allmähliche Alterung der Ordensschwester hat die Schließung dieses historischen Klosters bedingt.

Die Nonnen werden sich dem Kloster anschließen, das der Orden in der Gemeinde Mairena de Aljarafe (Provinz Sevilla) besitzt.

Der Weihbischof der Erzdiözese Sevilla, Monsignore Santiago Gómez Sierra, wird am 29. September um 19.00 Uhr in der Klosterkirche eine Dankmesse für all das feiern, was im Kloster und durch das Kloster geschehen ist.

Laut Angaben der Tageszeitung "ABC" hatten adelige Frauen aus Sevilla das Koster gegründet, darunter Juana Ayala, die im XVI. Jahrhundert ihr Vermögen spendete, um ein Nonnenkloster zu gründen, das der Unbefleckten Empfängnis Mariens gewidmet sein sollte.

Sie verfügte in ihrem Testament als Bedingung, dass in dem Kloster immer mindestens 20 Ordensfrauen, die "arm und ehrenwert" sein sollen, "im Dienste Gottes" leben.
Ebenso erklärte sie, der Konvent solle Santa Maria del Socorro heißen, der Regel des heiligen Hieronymus folgen und dem Prior des Kloster des heiligen Hieronymus in Buenavista unterstellt sein.

Das Kloster wurde im Jahre 1524 gegründet und die ersten Klausurschwestern zogen 1525 ein. Zu ihnen zählten einige Töchter der Adeligen der Stadt und eine Verwandte Juana de Ayalas.

Nun, nach einem halben Jahrtausend, schließt es seine Pforte.

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