Keine katholische Schule für Frankfurt: Malteser wollen Trägerschaft nicht übernehmen

Blick auf Frankfurt
Foto: Paul Fiedler / Unsplash

Die Malteser wollen nach einer bereits mehrjährigen Planungsphase nun doch nicht die Trägerschaft für eine neu zu errichtende katholische Schule in Frankfurt übernehmen. Die Organisation habe dies dem Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch schriftlich mitgeteilt, so das Bistum am Dienstag.

"Weit mehr als zwei Jahre haben die Malteser-Werke, die Stadt Frankfurt, das Bistum Limburg und weitere Partner mit großem Engagement an dem ambitionierten Projekt, in der Rhein-Main-Metropole eine konfessionelle Schule zu bauen, gearbeitet", erklärte die Diözese Limburg. Dafür sei man einerseits dankbar, bedauere anderseits aber die Entscheidung der Malteser.

"Die Malteser-Werke führen in ihrem Schreiben an den Generalvikar als Grund für ihre Entscheidung an, dass es für das Projekt keinen belastbaren Finanzierungsplan gebe und nicht davon auszugehen sei, dass die St. Raphael Schule in absehbarer Zeit gebaut werden könne", heißt es weiter.

"Die Stadt Frankfurt hatte im September 2021 einen Förderbescheid über insgesamt 16 Millionen Euro übergeben", betonte das Bistum, das selbst "die notwendigen Gremienentscheidungen herbeigeführt" hatte, "um einen einmaligen Zuschuss von 7,5 Millionen Euro bereitstellen zu können".

Trotz der Entscheidung der Malteser, die Schulträgerschaft nicht zu übernehmen, werde eine katholische Schule "unverändert als wertvoller Beitrag in einer pluralen Schullandschaft in Frankfurt gesehen". Vor diesem Hintergrund sei bereits ein Prozess begonnen worden, um "eine Alternative zum bisher geplanten Modell zu prüfen".

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