Maikreuz, Wettersegen und die Kreuzauffindung

St. Helena mit dem Kreuze: Gemälde von Lucas Cranach dem Älteren (1525)
Foto: Wikimedia (CC0)
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"Vor Hagel, Blitz und Ungewitter, bewahre uns Herr Jesus Christus!" – Mit dem heutigen 3. Mai, dem Fest der Kreuzauffindung, beten viele katholische Gemeinden traditionell wieder den Wettersegen, bis zum Fest der Kreuzerhöhung am 14. September.

Der Brauch des Wettersegens – der in dieser Zeit zum Ende der Feier der heiligen Messe gespendet wird – ist Jahrhunderte alt und in vielen Gegenden und Gemeinden bis heute üblich. Mit der Bitte um gedeihliches Wetter und Schutz vor Katastrophen ist der heutige Tag somit eng verbunden.

In sehr vielen katholisch geprägten Ländern wird am 3. Mai zudem das "Maikreuz" begangen. Diese beliebte Tradition hat ihren Ursprung in der Antike in Jerusalem und wird immer noch vor allem in spanischsprachigen Städten gefeiert.

Die auch "Fiesta de las cruces" genannte Veranstaltung wird in Städten in Spanien, Chile, Ecuador, El Salvador, Guatemala, Mexiko, Paraguay, Peru, Trinidad und Tobago, Argentinien, Kolumbien und Venezuela gefeiert. In vielen dieser Orte werden die Kreuze mit bunten Blumen geschmückt, es gibt Prozessionen, Tänze oder das Holz wird auf den Hügeln oder für die ganze Bevölkerung sichtbaren Plätzen verehrt.

Um das Fest ranken sich mehrere Legenden. Der wohl bekanntesten nach reiste um 325 nach Christus die heilige Helena, Mutter des römischen Kaisers Konstantin, ins Heilige Land. Das Kreuz Christi wurde bei Grabungsarbeiten unter einem heidnischen Tempel gefunden. 

Das "Krüßing"-Fest in Freckenhorst

Am 3. Mai oder am Sonntag darauf das Fest auch vielerorts im deutschsprachigen Europa gefeiert. Überregional bekannt ist das "Krüßing" im westfälischen Freckenhorst in Westfalen. In anderen Regi

Seit mehreren Jahrhunderten wird der 3. Mai in Jerusalem und in vielen Teilen der Welt als das Fest der Kreuauffindung oder der Entdeckung des Heiligen Kreuzes gefeiert. In der gesamten katholischen Kirche wird am 14. September das liturgische Fest der Erhöhung des Heiligen Kreuzes begangen.

Wer in einer Region lebt, in der das Fest nicht gefeiert wird, kann dies trotzdem tun: Im Kalender der Außerordentlichen Form – der "Alten Messe" – wird das Fest gemäß dem traditionellen liturgischen Kalender heute überall gefeiert. 

Video-Tipp: Aus der Stiftskirche St. Bonifatius Freckenhorst übertrug 2020 die Kirchengemeinde St. Bonifatius und St. Lambertus die Eucharistiefeier zum Fest der Kreuzauffindung.

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