Mainzer Bischof sieht neue Großpfarreien als Netzwerk von Gemeinden und Kirchorten

Der neue Bischof von Mainz: Peter Kohlgraf
Foto: Bistum Mainz

In einer Videobotschaft am Donnerstag erklärte Kohlgraf zum Auftakt des Prozesses: "Die Pfarrei wird in Zukunft etwas anderes sein als das, was sie bisher – oder wir bisher als Pfarrei bezeichnet haben." Stattdessen umfasse das Netzwerk der sogenannten "pastoralen Räume" neben einer Pfarrkirche als Zentrum auch Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäuser und andere soziale Einrichtungen wie die der Caritas.

Mit den neuen Großpfarreien sei "die Chance gegeben, dass sich regional, aber auch inhaltlich, Schwerpunkte herausbilden, die dann wirklich zu diesem Netz werden. Und nicht jede Gemeinde muss alles leisten, aber in der Pfarrei wird alles angeboten."

Am Mittwoch sagte Kohlgraf laut Bericht der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA), es werde keinen "Einzelkämpfer-Pfarrer" mehr geben, "der alles regelt". Die Leitung der neuen Großpfarreien werde "eine größere Gruppe" übernehmen. Innerhalb dieses Teams, dass auch einen Pfarrer umfasst, "wird Leitung selbstverständlich auch wahrgenommen von nicht geweihten Männern und Frauen".

"Natürlich werden auch Frauen Gemeinden leiten – das wird sich nach und nach ergeben", so der Bischof. Allerdings seien bestimmte Dinge für Frauen weiterhin nicht möglich, darunter das Predigen.

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