Militante Abtreibungsaktivisten bedrohen weiter Kirchen und Gläubige in den USA

Hassrede und Geschrei: Abtreibungsaktivisten beschimpfen Katholiken beim Verlassen der Kathedrale von New York am 22. Januar 2022.
Foto: Joe Bukuras/CNA

Als Reaktion auf die Gewaltandrohungen von Abtreibungsbefürwortern lädt die US-Bischofskonferenz Katholiken im ganzen Land ein, am Freitag, dem 13. Mai, dem Fest Unserer Lieben Frau von Fatima, zu fasten und den Rosenkranz zu beten.

Erzbischof William Lori von Baltimore, Vorsitzender des bischöflichen Komitees für Pro-Life-Aktivitäten, und Erzbischof Jose Gomez von Los Angeles, Präsident der Konferenz, forderten die Katholiken auf, für die Bekehrung der Herzen und Köpfe derjenigen zu beten, die für die Abtreibung eintreten, sowie für die Aufhebung von Roe v. Wade, der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs von 1973, die die Abtreibung landesweit legalisierte.

Lori und Gomez ermutigten auch zum Gebet für "ein neues Engagement für den Aufbau eines Amerikas, in dem Kinder willkommen geheißen, geschätzt und umsorgt werden, in dem Mütter und Väter ermutigt und gestärkt werden und in dem Ehe und Familie als wahre Grundlagen einer gesunden und blühenden Gesellschaft anerkannt und unterstützt werden".

Die Bischöfe baten auch um Gebete für die Vereinigten Staaten, "für die Integrität unseres Rechtssystems und dafür, dass alle Regierungsstellen sich dem Gemeinwohl widmen und die Würde und die Rechte der menschlichen Person von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod schützen".

Schließlich baten Lori und Gomez um "die Fürsprache und Führung der Gottesmutter, wenn die Kirche weiterhin Müttern und Familien in Not beisteht, Alternativen zur Abtreibung fördert und eine Kultur des Lebens zu schaffen sucht".

Die Befürworter der legalen Abtreibung - in den USA bis kurz vor der Geburt des Kindes möglich - haben nach der Enthüllung eines durchgesickerten Entwurfs eines Gutachtens des Obersten Gerichtshofs der USA am 2. Mai Demonstrationen veranstaltet, die darauf hindeuten, dass das Gericht bereit ist, Roe v. Wade und Planned Parenthood v. Casey zu kippen.

Wenn das Gericht in seiner endgültigen Entscheidung Roe und Casey aufhebt, wird die Frage der Legalisierung der Abtreibung wieder an die Bundesstaaten zurückgegeben, und mehr als ein Dutzend Bundesstaaten werden die Abtreibung weitgehend einschränken oder ganz verbieten.

Im Internet haben einige Personen mit Gewalt gedroht, darunter die Gruppe Ruth Sent Us, die damit drohte, katholische Messen am Muttertag zu stören und "die Eucharistie zu verbrennen".

Zu groß angelegten Störungen von Gottesdiensten und Sachbeschädigungen ist es nicht gekommen, obwohl im ganzen Land mehrere Fälle von mutwilliger Beschädigung und versuchter Brandstiftung in Pfarreien und Schwangerschaftsberatungsstellen gemeldet wurden und Demonstranten am vergangenen Wochenende mindestens zwei Gottesdienste in den Kathedralen von New York City und Los Angeles gestört haben.

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