Neue Äbtissin für das Benediktinerinnenkloster St. Hildegard in Eibingen

Äbtissin Katharina Drouvé OSB
Foto: Abtei St. Hildegard

Der Konvent der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard in Eibingen bei Rüdesheim am Rhein hat am 24. Januar 2023 die bisherige Priorin des Klosters, Sr. Katharina Drouvé (61), zur neuen Äbtissin und damit zur 41. Nachfolgerin der heiligen Hildegard gewählt. Die Neuwahl war notwendig, da die bisherige Äbtissin Dorothea Flandera die Altersgrenze von 70 Jahren erreicht hatte und ihr Amt damit zur Verfügung stellte.

Äbtissin Katharina Drouvé wurde am 7. September 1961 in Leverkusen geboren und studierte nach dem Abitur Sonderpädagogik mit den Fächern Deutsch und Religion. Sie trat 1983 in die Abtei St. Hildegard ein und legte 1985 ihre Profess ab.

Ab 2011 war Sr. Katharina Novizenmeisterin und Subpriorin. 2016 ernannte die neugewählte Äbtissin Dorothea Flandera sie zur Priorin und somit zu ihrer Stellvertreterin. Sr. Katharina arbeitete außerdem in der Verwaltung und im Gästehaus.

Die Abtei St. Hildegard wurde 1904 erbaut und ist das Nachfolgekloster der von der heiligen Hildegard in den Jahren 1148 und 1165 gegründeten Klöster Rupertsberg und Eibingen. Weithin sichtbar liegt das heutige Kloster oberhalb der Stadt Rüdesheim am Rhein umgeben von den Weinbergen des Mittelrheintals. Die ursprüngliche Abtei befand sich in der Ortschaft Eibingen und wurde 1803 säkularisiert.

Das Leben der Ordensfrauen richtet sich nach der Regel des heiligen Benedikt und verbindet Gebet und Arbeit, Gemeinschaftsleben und Einsamkeit miteinander.

Die wirtschaftliche Grundlage des etwa 35 Schwestern umfassenden Konvents bildet ein Klosterweingut, eine Goldschmiede, eine Keramikwerkstatt, eine Restaurierungswerkstatt für Handschriften und Bücher, ein Gästehaus sowie ein Klosterladen und ein Klosterkaffee.

Die der Abtei angeschlossene St. Hildegard-Akademie versteht sich als eine Einrichtung, welche die spirituelle und wissenschaftliche Tradition der Benediktinerinnenabtei St. Hildegard stärken und die für die Zukunft eines christlichen Europas fruchtbar gemacht werden soll. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Erschließung des Lebenswerkes der hl. Hildegard von Bingen, die 2012 von Papst Benedikt XVI. zur Kirchenlehrerin erhoben wurde.

Die Abtei St. Hildegard ist seit 2002 Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

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