Papst Franziskus ruft zum Schutz der Schöpfung und zur Harmonie im "Gemeinsamen Haus" auf

Papst Franziskus in seiner Ansprache zur Generalaudienz am 22. April 2020 in der Bibliothek des Apostolischen Palastes im Vatikan.
Foto: Vatican Media

Eine Umkehr und "neue Sichtweise auf unser gemeinsames Haus" hat Papst Franziskus am heutigen Mittwoch gefordert. In seiner Generalaudienz appellierte der Pontifex für "eine harmonische Beziehung mit der Erde und den anderen Menschen".

Der Planet ist kein "Ressourcenlager", das man einfach ausbeuten kann, sagte der Papst in seiner Ansprache, die aus dem Apostolischen Palast übertragen wurde.

Es gehe darum, eine "ökologische Umkehr" zu schaffen, mit konkreten Maßnahmen auf jeder Ebene, betonte er.

Sünde gegen den Schöpfer

Gleichzeitig hatte der Papst eine klare Warnung für alle, die aus dem Umweltschutz einen Götzen machen wollen, oder eine reine Ideologie.

"Wir sind aus irdischer Materie gemacht, und die Früchte der Erde erhalten unser Leben. Aber, wie das Buch Genesis uns in Erinnerung ruft, sind wir nicht einfach irdisch: Wir tragen auch den Atem des Lebens in uns, der von Gott kommt", betonte Franziskus.

Der Mensch lebe in diesem "gemeinsamen Haus als eine Menschheitsfamilie und in biologischer Vielfalt mit den anderen Geschöpfen Gottes". Als Abbild Gottes sei der Mensch aber aufgerufen, sich um alle Geschöpfe zu kümmern, so der Papst.

"Aus Egoismus haben wir in unserer Verantwortung als Hüter und Verwalter der Erde versagt", kritisierte der Papst. Dabei sei es doch offensichtlich, dass man nicht die Umwelt zerstören dürfe, die einen erhält.

Die Menschheit habe "gegen die Erde gesündigt, gegen unseren Nächsten und letztlich gegen den Schöpfer", fasste Franziskus zusammen.

Die Erde sei nicht nur Heimat, sondern auch Schöpfung Gottes, und die Früchte des gemeinsamen Einsatzes aller Menschen werde dabei helfen, diese "Heimat Gottes" auch als solche wieder zu verstehen und hüten.

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