Vor Ikone und Kruzifix: Papst Franziskus betet für ein Ende der Coronavirus-Pandemie

Ein Pilger in Weiß auf den wie ausgestorbenen Straßen Roms am 15. März 2020: Papst Franziskus verließ den Vatikan, um für ein Ende der Coronavirus-Pandemie zu beten
Foto: Vatican Media
Previous Next

Vor der berühmten Ikone der Gottesmutter in der Basilika Unserer Lieben Frau vom Schnee – Santa Maria Maggiore – sowie zu Füßen eines hölzernen Kruzifixes, das Rom vor der Pest bewahrt haben soll, hat Papst Franziskus am heutigen Sonntag um ein Ende der Pandemie gebetet.

Das teilte das Presseamt des Vatikans am heutigen Sonntag mit.

Die besondere Verehrung, die Franziskus für die berühmte Ikone der Gottesmutter hat, ist bekannt: Er besucht ihr Bildnis an den großen marianischen Festtagen und legt Wert darauf, vor und nach seinen internationalen apostolischen Reisen zu einem Gebet anzuhalten. Meistens bringt er Maria auch einen Blumenstrauß mit.

Im Jahr 593 trug Papst Gregor der Große die Ikone in einer Prozession, um eine Pest zu stoppen. Und 1837 rief Papst Gregor XVI. sie an, um einer Choleraepidemie ein Ende zu setzen.

"Heute Nachmittag, kurz nach 16 Uhr, verließ Papst Franziskus den Vatikan und machte einen privaten Besuch in der Basilika Santa Maria Maggiore, um ein Gebet an die Jungfrau Maria, Salus Populi Romani, zu sprechen, wo ihre Ikone aufbewahrt und verehrt wird", so Pressesprecher Matteo Bruni.

Danach habe sich Franziskus "wie auf einer Pilgerfahrt" zur Kirche San Marcello al Corso begeben, in der ein besonders Kruzifix aufbewahrt werde: "Im Jahr 1522 wurde es in einer Prozession durch die Stadtviertel getragen, damit die 'Große Pest' in Rom beendet werde", so Bruni weiter.

"Mit seinem Gebet bittete der Heilige Vater für ein Ende der Pandemie, die Italien und die Welt heimgesucht hat. Er flehte auch um die Heilung der vielen Kranken, erinnerte an die zahlreichen Opfer der vergangenen Tage und bat darum, dass ihre Familien und Freunde Trost und Zuspruch finden mögen".

Franziskus habe auch für alle Mitarbeiter des Gesundheitswesens gebetet, für die Ärzte, Krankenschwestern, Pfleger und alle Einsatzkräfte im Kampf gegen die Ausbreitung des Corona-Virus und der Lungenkrankheit COVID-19.

Der Heilige Vater sei gegen 17.30 Uhr in den Vatikan zurückgekehrt, teilte der Direktor des Presseamtes mit.

Das könnte Sie auch interessieren: